Die Stadt Freiburg, die Polizei und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) haben auch in diesem Jahr ein umfassendes Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt erarbeitet. Dieses Jahr neu dabei: mobile Zufahrtssperren. Diese sollen als Schutz vor Terror- und Amokfahrten dienen.
Neu im Sicherheitskonzept: mobile Zufahrtssperren
Nach enger Abstimmung mit Stadt und Polizei sowie einem Testlauf beim Weinfest hat die FWTM mobile Zufahrtssperren des Typs "Armis One" angeschafft. Sie sollen die Zugänge zum Weihnachtsmarkt an mehreren neuralgischen Punkten absichern. Ein Modul wiegt 770 Kilo und kostet 16.000 Euro.
Laut FWTM können die Sperren auch schwere Fahrzeuge innerhalb von wenigen Metern zum Stehen bringen. Standardmäßig sind die Sperrmodule hochgeklappt. Sie können aber auch schnell runtergeklappt werden, um im Notfall Platz für Rettungswagen un Polizei zu machen.
Insgesamt 20 solcher Module werden rund um den Freiburger Weihnachtsmarkt aufgestellt. Ergänzend sollen auch die bewährten Poller zum Einsatz kommen. Die Zufahrtssperren sind während des Weihnachtsmarkts ab 11 Uhr hochgeklappt. Für Anlieger- und Lieferverkehr gilt: Wer die Sperren in Ausnahmefällen nach 11 Uhr mit einem Fahrzeug passieren muss, kann sich telefonisch an die FWTM wenden.
Wir sind gerüstet für alle Szenarien.
Polizei: Man kann den Freiburger Weihnachtsmarkt ohne Sorge besuchen
Vergangenes Jahr verzeichnete die Polizei 32 Straftaten auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt. Vor allem Taschendiebstähle seien registriert worden, so der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Freiburg, Uwe Oldenburg.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wir in Freiburg mit einem Anschlag rechnen müssen.
Trotzdem gebe es keine 100-prozentige Sicherheit, so Oldenburg: "Wir haben getan was wir tun konnten". Aus Sicht der Polizei könne man den Freiburger Weihnachtsmarkt aber ohne Sorge besuchen. Die Polizei Freiburg wird den Weihnachtsmarkt jeden Tag begleiten - an den Wochenenden mit Unterstützung von Kollegen aus Frankreich und der Schweiz. Zusätzlich werden Kräfte der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Außerdem werden ein Sicherheitsdienst und der städtische Vollzugsdienst für Sicherheit sorgen, so die FWTM. Auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt gilt ein Waffen- und Messerverbot
Wie in den Vorjahren auch, ermöglicht eine flächendeckende Lautsprecheranlage, im Ernstfall alle Besucher zeitgleich zu informieren. Zusätzlich will die FWTM mithilfe eines detaillierten Zählungssystems die Besucherströme verfolgen und diese, falls nötig, umlenken.
Traditionelle Eröffnung am Donnerstag, den 20. November
Der Freiburger Weihnachtsmarkt wird am Donnerstag, den 20. November, um 14 Uhr eröffnet. Die traditionelle Feier mit Lebkuchenanschnitt ist für 19 Uhr auf dem Rathausplatz geplant, gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Horn und dem Geschäftsführer der FWTM Jens Mohrmann.
Weihnachtsmarkt Freiburg setzt auf dezentrales Konzept an acht Plätzen
Wie in den vergangenen Jahren erstreckt sich der Weihnachtsmarkt über mehrere Orte in der Freiburger Innenstadt. Insgesamt 127 Stände verteilen sich auf folgende acht Standorte: Rathausplatz, Franziskanerstraße, Kartoffelmarkt, Unterlinden, Predigertor, Turmstraße, Rotteckring und Colombipark. An den Adventssonntagen ergänzen 19 zusätzliche Stände auf der Kaiser-Joseph-Straße das Angebot. Am 23. November, dem Totensonntag, bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen.