Nach dem schweren Zugunglück bei Riedlingen-Zell vom 27. Juli wird es noch Wochen dauern, bis auf der Bahnstrecke wieder Züge rollen. Der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Riedlingen (Kreis Biberach) und Munderkingen (Alb-Donau-Kreis) sei bis Anfang November eingerichtet, heißt es auf der Internetseite der Deutschen Bahn und in der DB Navigator App.
Nach dem Zugunglück bei Riedlingen laufen Ermittlungen weiter
Am 27. Juli war ein Regionalexpress in der Nähe des Riedlinger Stadtteils Zell-Bechingen entgleist. Drei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Bei den Toten handelt es sich um den 32-jährigen Lokführer und einen 36-jährigen Auszubildenden der Zuggesellschaft aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie eine 70 Jahre alte Reisende aus dem Kreis Sigmaringen. Zudem wurden 36 Menschen verletzt, zum Teil schwer.
Die offiziellen Ermittlungen zu den Ursachen für das Bahnunglück sind zwar noch nicht abgeschlossen, doch Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Zug entgleiste, weil Erdmassen auf die Gleise rutschten. Den Erdrutsch soll ein übergelaufener Abwasserschacht nach einem Unwetter ausgelöst haben.
Hangrutsch nach Starkregen Tödliches Zugunglück in Riedlingen: Schacht eine Woche vor Bahnentgleisung kontrolliert
Laut Ermittlungen soll ein Hangrutsch zu dem Zugunglück mit drei Toten geführt haben. Zuvor war ein Abwasserschacht übergelaufen. Für den ist der Kreis Biberach zuständig.
Neben Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht auch die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung das Unglück bei Riedlingen. Ein Sprecher der Behörde geht davon aus, dass ein Abschlussbericht erst in mehreren Monaten fertig wird.