Nach tödlichem Zugunglück bei Riedlingen

Hangrutsch und Hochwasser: Diese Bahnstrecken in der Region Bodensee-Oberschwaben sind gefährdet

Ein Erdrutsch gilt als Ursache für das tödliche Zugunglück bei Riedlingen (Kreis Biberach). Laut Eisenbahn-Bundesamts gibt es in der Region mehrere potenziell gefährdete Strecken.

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In der Region Bodensee-Oberschwaben weist die Gefahrenkarte des Zentrums für Schienenverkehrsforschung mehrere Streckenabschnitte aus, die etwa durch Erdrutsche oder Hochwasser gefährdet sind.

Hochwassergefahr an Strecken entlang der Donau

Im Landkreis Sigmaringen gibt es etwa auf der Strecke zwischen Beuron und Sigmaringen mehrere Stellen, an denen grundsätzlich eine Gefahr durch Erdrutsche besteht. Auch die Hochwassergefahr ist an der Strecke entlang der Donau an mehreren Punkten bekannt - etwa bei Gutenstein.

Auf der Gefahrenkarte des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung sind etwa entlang der Donau mehrere potenziell gefährliche Streckenabschnitte markiert.
Auf der Gefahrenkarte des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung sind etwa entlang der Donau mehrere potenziell gefährliche Streckenabschnitte markiert. Screenshot Gefahrenkarte des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung

Im Bodenseekreis zeigt die Gefahrenkarte beispielsweise zwischen Ludwigshafen und Sipplingen einen durch Erdrutsche potenziell gefährdeten Streckenabschnitt. Im Kreis Ravensburg gibt es unter anderem bei Wolfegg und Ratzenried kritische Stellen.

Nach Zugunglück bei Riedlingen: Fahrgastverband fordert bessere Warnsysteme

Weil durch immer häufigere Starkregenereignisse Erdrutsche entlang von Bahnstrecken wie in Riedlingen immer wahrscheinlicher werden, fordert der Fahrgastverband "Pro Bahn" bessere Warnsysteme. Nach Angaben der Bahn werden die betroffenen Abschnitte bereits mit speziellen Zäunen geschützt - auf mehreren Strecken werden die Gleise seit fünf Jahren außerdem mit Hilfe von Sensoren live überwacht.

Landkreis Biberach für den übergelaufenen Schacht bei Riedlingen zuständig

Für den übergelaufenen Abwasserschacht, der den Hangrutsch in Riedlingen ausgelöst hat, war allerdings nicht die Bahn zuständig, sondern der Landkreis Biberach. Die Funktionsfähigkeit würde bei Streckenkontrollen regelmäßig überprüft, so ein Sprecher des Landratsamtes.

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Darüber hinaus gebe es im Frühjahr und im Herbst Spezialuntersuchungen, ebenso nach größeren Wetterereignissen. Der Schacht an der Bahnstrecke in Riedlingen sei erst wenige Tage vor dem Unglück geprüft worden - verstopft sei er laut Landratsamt nicht gewesen.

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