Bei den 47. Biberacher Filmfestspiele werden acht Preise im Wert von 26.000 Euro verliehen. Bei der abschließenden Preisverleihung am Sonntagabend erhält der beste Spielfilm den Goldenen Biber.
Die insgesamt fünf mit Expertinnen und Experten besetzten Jurys zeichnen auch die besten Fernsehfilme, Kurzfilme und mittellangen Filme sowie Dokumentationen und Debüts aus. Zwei Jurys aus Film-Laien vergeben den Schüler- und Publikumsbiber an ihre Favoriten. Der Silberne Biber als Ehrenpreis für Verdienste um den Deutschen Film geht an die 64-jährige Schauspielerin Nastassja Kinski (u.a. "Paris Texas").
Biberacher Publikum ist interessiert
Seit 1979 sind die Biberacher Filmfestspiele ein Publikumsfestival. Was mit wenigen hundert Zuschauern begann, ist mittlerweile ein respektables Festival. Nach den auch fürs Kino schwierigen Corona-Jahren rechnen die Veranstalter wieder mit fünfstelligen Besucherzahlen.
Auch im Rahmenprogramm ist die Nähe von Filmschaffenden und dem Publikum ein Markenzeichen der Biberacher Filmfestspiele, zum Beispiel bei einer abendlichen Party oder einem Film-Talk im Festivalhotel.
Fachgespräche im Rahmenprogramm
Erstmals gibt es auch ein Network-Event für Filmschaffende. Dazu lädt der aus Biberach stammende Film- und Fernsehproduzent und vielfach preisgekrönte Philipp Käßbohrer ein. An diesem Abend soll es um aktuelle Entwicklungen der Film- und Fernsehbranche gehen. Marcel Barsotti, Regisseur und Produzent des KI-generierten Films "Imperia", widmet sich den Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Film.
Douglas Wolfsperger ist begeistert vom Filmnachwuchs
Douglas Wolfsperger, vom Bodensee stammender Filmemacher, ist im zweiten Jahr Künstlerischer Leiter der Biberacher Filmfestspiele. Bei der Sichtung hunderter Filme hätten ihn die Kraft und die Kreativität des Filmnachwuchses besonders begeistert.