Seenforschungsinstitut blickt gespannt auf Lage

Kalter Winter fördert die Umwälzung des Bodensees

Der Start ins Jahr ist kalt gewesen. Das könnte auch die Umwälzung des Bodensees gefördert haben. Sie ist wichtig für die Sauerstoffversorgung des Seegrunds.

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Der kalte Jahresanfang könnte gute Voraussetzungen für die Umwälzung des Bodensees geschaffen haben. Die Kältephase und die ungewöhnlich hohe Temperatur des Tiefenwassers von 5,7 Grad begünstigen die Durchmischung des Sees, heißt es vom Institut für Seenforschung in Langenargen (Bodenseekreis).

Zum Jahresanfang hatte es Dauerfrost am Bodensee gegeben. Ufernahe Bereiche von Ober- und Untersee des Bodensees waren zugefroren. Viele nutzten so die Gelegenheit und fuhren auf dem Gnadensee zwischen Allensbach und Reichenau Schlittschuh.

Der See in Friedrichshafen an einem grauen Wintertag
Auf dem Wasser am Hafen in Friedrichshafen schwimmen die letzten Eisschollen.

Lebewesen am Seegrund auf Sauerstoff angewiesen

Laut dem Institut für Seenforschung sind für die Umwälzung des Bodensees allerdings auch die nächsten Wochen entscheidend. Derzeit hätten sich die Wasserschichten noch nicht bis in die Tiefe vermischt.

Durch die Umwälzung gelangt sauerstoffreicheres Wasser auch in untere Schichten des Bodensees. Das fördert die Wasserqualität und ist für die Lebewesen dort wichtig. Fischeier am Seegrund benötigen Sauerstoff für ihre Entwicklung. Auch Mikroorganismen sind darauf angewiesen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass abgestorbene Pflanzen und Tiere abgebaut werden.

Klimawandel: Umwälzung des Bodensees deutlich seltener

War die Durchmischung des Bodensees vor einigen Jahrzehnten noch die Regel, gilt sie durch den Klimawandel mittlerweile eher als Ausnahme. Zuletzt fand sie vor acht Jahren statt. Laut der Internationalen Gewässerschutzkommission kann der Bodensee durch seinen heutigen naturnahen Zustand dies allerdings besser ausgleichen.

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SWR

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