Er soll Impulse für nachhaltigen Klimaschutz in der Bodenseeregion geben - der "Mainauer Klimadialog". Die Insel Mainau in Konstanz war am Montag zum dritten Mal Gastgeber, zentrales Thema war die Zukunft der Schifffahrt auf dem Bodensee. Seit Jahren gibt es Überlegungen, wie der CO2-Ausstoß der motorisierten Schiffe auf dem See verringert werden kann. Darüber diskutierte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit Experten aus Wirtschaft und Forschung.
Hermann hatte bereits beim Klimadialog 2023 gefordert, dass Schiffs- und Bootsmotoren mit Verbrennertechnik in absehbarer Zeit auf dem Bodensee nicht mehr neu zugelassen werden sollten.
Umweltfreundliche Technik für Schifffahrt auf dem Bodensee
Bei dem Treffen wurden Ergebnisse einer Studie zur klimaneutralen Schifffahrt auf dem Bodensee präsentiert. Neben der Theorie ging es aber auch um die Praxis: Am Nachmittag wurde beispielsweise das Forschungsboot "Solgenia" der Hochschule Konstanz vorgestellt, das mit Solarenergie und Methanol-Brennstoffzellen angetrieben wird. Gezeigt wurden auch maritime Assistenzsysteme, die den Energieverbrauch in der Bodensee-Schifffahrt minimieren sollen.
Am Bodensee gibt es bereits einige Initiativen für eine umweltfreundlichere Schifffahrt. So pendelt zum Beispiel auf dem Überlinger See zwischen der Mainau und Unteruhldingen seit 2022 das erste E-Passagierschiff. Die "MS Insel Mainau" soll nicht das einzige Schiff mit Elektroantrieb bleiben. Ziel sei es, die Flotte bis zum Jahr 2035 umzustellen, hieß es beim Klimadialog 2023 von den Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB).
Der "Mainauer Klimadialog" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Verkehrsministeriums, des Umweltministeriums und der Lennart-Bernadotte-Stiftung.