Brautjungfernkostüme mit plissierten, mehrlagigen Röcken, zerschlissene Wasserleichenkostüme mit aufgemaltem Schimmel, Stretch-Bodys mit tausenden aufgeklebten Glitzersteinchen sowie Requisiten wie etwa tote Fasane - das alles war am Samstag beim Kostümverkauf der Bregenzer Festspiele zu haben.
Auch sieben Meter lange Flügel beim Kostümverkauf
Das spektakulärste Kostüm, das laut Lenka Radecky, Leiterin der Kostümabteilung der Bregenzer Festspiele, im Verkauf war: Die Flügel der Sphinx aus der Oper im Festspielhaus 'Œdipe': Sieben Meter lang, aus Schaumstoff und Kunststoff - ein echter Hingucker.
Nach feierlicher Eröffnung am Vormittag Bregenzer Festspiele zeigen zum Start die Oper "Oedipe"
Langen Applaus hat es am Mittwochabend für die erste Premiere der 79. Bregenzer Festspiele gegeben. Sie waren am Vormittag feierlich eröffnet worden. Auf der Seebühne wird noch einmal "Der Freischütz" gezeigt.
Alle zwei Jahren verkaufen die Bregenzer Festspiele Ausstattungsstücke, die nicht mehr benötigt werden. Die Festspiele brauchen Platz für die nächsten Produktionen. Auf der Seebühne wird es 2026 und 2027 Verdis "La traviata" sein. Der Vorverkauf läuft bereits.
Auch Chorkostüme und Technik der Bregenzer Festspiele im Verkauf
Neben Brautkleidern mit Rüschen, Perücken, Schuhen und Hüten waren auch 380 Kostüme des Chors aus der Oper "Œdipe" im Verkauf. Das sei ein guter Tipp für alle, die nach Kleidung für einen Gruppenauftritt suchen, so Lenka Radecky. Denn die Kostüme sind in den gleichen Farbtönen. Ebenfalls erhältlich waren technisches Equipment zu Ton und Beleuchtung sowie Kostüme vergangener Opernaufführungen wie "Tancredi", "Ernani", "Nero" und "Gianni Schicchi".
Der Kostümverkauf fand auf der Werkstattbühne der Bregenzer Festspiele statt. Der Ansturm war riesig, bis zur Mittagszeit war schon ein Großteil der Kostüme und Requisiten verkauft, hieß es von Seiten der Organisatoren.
"Freischütz"-Bühnenbild auf der Seebühne hat neue Besitzer
Auf der Seebühne ist der Abbau des Bühnenbilds zur Oper "Der Freischütz" längst beendet. Vieles ist geschreddert und entsorgt worden. Manches hat aber auch einen neuen Platz gefunden, teilten die Bregenzer Festspiele mit. So zieren Kreuze und tote Bäume aus dem Winterdorf des "Freischütz" nun Vorarlberger Vorgärten. Auch das Skelettpferd und die kleineren Häuser haben neue Besitzer.
Das große Mühlrad hat bei einer Gartenbaufirma im Allgäu ein neues Zuhause gefunden. Der Mond ging an eine Privatperson, und Fürst Ottokars Prunkschlitten wird das Stadtmarketing Bregenz beim Weihnachtsmarkt in der Innenstadt aufstellen. Agathes Bett dient zukünftig einem Festspielmitarbeiter als Blumenbeet.