Der Landkreis Konstanz steht vor großen Investitionen. Der Haushaltsentwurf für 2026 umfasst mehr als eine halbe Milliarde Euro. Am Montag wurde der Haushalt im Kreistag eingebracht.
Neues Berufsschulzentrum und neue Klinik
Die hohen Ausgaben des Landkreises seien gerechtfertigt, findet Landrat Zeno Danner: "Den Ausgaben stehen ja auch Werte engegen, die wir nachher haben." So baut der Landkreis zum Beispiel in Konstanz ein neues Berufsschulzentrum, es soll bis 2028 fertiggestellt werden. Dafür werden im kommenden Jahr rund 23 Millionen Euro benötigt.
Außerdem schreibt der Krankenhausverbund im Kreis Konstanz rote Zahlen in Millionenhöhe. Er benötigt 16 Millionen Euro für Betriebsmittel und mehr als zehn Millionen für Bau und IT. Um diese Zuschüsse künftig zu senken, soll in Singen eine neue Klinik entstehen. Für die Planung sind im kommenden Jahr drei Millionen Euro vorgesehen.
Haushalt braucht für 52 Millionen Euro Kredite
Landrat Zeno Danner betonte, man werde alle Mühe darauf verwenden, eine Mehrbelastung der Kommunen zu vermeiden, um den Haushalt zu finanzieren. Dennoch muss die Kreisumlage angehoben werden. Sie steigt von aktuell 34 Prozent auf 36,3 Prozent an. Die Kommunen sollen sich also mit mehr Geld an den Ausgaben des Kreises beteiligen. Darüber hinaus nimmt der Kreis Konstanz für 52 Millionen Euro Kredite auf. Die Verschuldung steigt dadurch auf über 180 Millionen Euro.
Mehrfach betonte Danner die Einsparbemühungen des Landkreises. Er sieht es aber auch als Chance, dass der Kreis nun zu schlankeren Prozessen gezwungen werde.
Landkreis will sparen und effizienter werden
So werde der Landkreis nur für die Betreuung von behinderten Kindern und im Amt für Kinder, Jugend und Familie neue Mitarbeitende einstellen: "Trotz teilweise deutlichem Mehrbedarf haben wir darauf verzichtet, Stellen in anderen Bereichen anzumelden", so der Landrat. Im Amt für Migration und Integration werden dagegen 21 Stellen abgebaut.
Der Kreishaushalt soll im Dezember verabschiedet werden.