In Ummendorf (Kreis Biberach) sind an diesem Sonntag evangelische Christen zu einem ungewöhnlichen Gottesdienst zusammen gekommen: Er wurde von gleich acht Pfarrerinnen aus dem Kirchenbezirk Biberach gestaltet. Ursprünglich wären es sogar zwölf gewesen, einige mussten krankheitsbedingt jedoch absagen. Es gehe darum, das weibliche Gesicht der Kirche sichtbar zu machen, sagen die Pfarrerinnen.
Pfarrerinnen gibt es seit mehr als 50 Jahren
In der Evangelischen Kirche von Württemberg gebe es zwar bereits seit mehr als 50 Jahren Pfarrerinnen, doch in der Öffentlichkeit werde Kirche immer noch vorwiegend mit männlichen Seelsorgern verbunden.
Anlass für den Gottesdienst unter der Überschrift "Selbstbestimmt" in der Ummendorfer Versöhnungskirche ist der gestrige Weltfrauentag. Gefeiert wurde aber am Sonntag, weil dieser Wochentag traditionell der Tag des Gottesdienstes sei. Es gehe darum, die Stimme zu erheben und an die zu erinnern, denen ihre Stimme genommen wird.
Zeichen an die Frauen in der Katholischen Kirche
Die zwölf evangelischen Pfarrerinnen wollen auch ein Zeichen der Solidarität an die "katholischen Schwestern" senden, die sich für mehr Rechte in ihrer Kirche einsetzen.