Frauen in der Kirche sichtbarer machen

Acht Pfarrerinnen feiern Gottesdienst in Ummendorf

In Ummendorf ist am Sonntag ein besonderer Gottesdienst gefeiert worden - gestaltet von acht Pfarrerinnen aus dem Kirchenbezirk Biberach: Ein Zeichen für mehr Weiblichkeit in der Kirche.

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Von Autor/in Bernhard Hentschel

In Ummendorf (Kreis Biberach) sind an diesem Sonntag evangelische Christen zu einem ungewöhnlichen Gottesdienst zusammen gekommen: Er wurde von gleich acht Pfarrerinnen aus dem Kirchenbezirk Biberach gestaltet. Ursprünglich wären es sogar zwölf gewesen, einige mussten krankheitsbedingt jedoch absagen. Es gehe darum, das weibliche Gesicht der Kirche sichtbar zu machen, sagen die Pfarrerinnen.

Pfarrerinnen gibt es seit mehr als 50 Jahren

In der Evangelischen Kirche von Württemberg gebe es zwar bereits seit mehr als 50 Jahren Pfarrerinnen, doch in der Öffentlichkeit werde Kirche immer noch vorwiegend mit männlichen Seelsorgern verbunden.

In Ummendorf haben mehrere Pfarrerinnen einen Gottesdienst gefeiert, um auf die Rolle der Frauen in der Kirche aufmerksam zu machen.
Letzte Vorbereitungen für den besonderen Gottesdienst in Ummendorf. Die Pfarrerinnen wollen das weibliche Gesicht der Kirche sichtbarer machen.

Anlass für den Gottesdienst unter der Überschrift "Selbstbestimmt" in der Ummendorfer Versöhnungskirche ist der gestrige Weltfrauentag. Gefeiert wurde aber am Sonntag, weil dieser Wochentag traditionell der Tag des Gottesdienstes sei. Es gehe darum, die Stimme zu erheben und an die zu erinnern, denen ihre Stimme genommen wird.

Zeichen an die Frauen in der Katholischen Kirche

Die zwölf evangelischen Pfarrerinnen wollen auch ein Zeichen der Solidarität an die "katholischen Schwestern" senden, die sich für mehr Rechte in ihrer Kirche einsetzen.

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Bernhard Hentschel
SWR-Redakteur Bernhard Hentschel Autor Bild