Als Pilotprojekt ist der Konstanzer Klimafonds vor drei Jahren an den Start gegangen - im Rahmen der städtischen Klimaschutzstrategie. Die Idee: Mit Spenden von Bürgern und Unternehmen lokale, gemeinnützige Klimaschutzprojekte fördern. Die Bilanz: elf Projekte wurden mit insgesamt rund 154.000 Euro unterstützt. Meist waren es kleinere Projekte, die eine Anschubfinanzierung bekamen, hieß es am Montag bei einem Pressegespräch. Das Geld sei vor allem von Bürgerinnen und Bürgern gespendet worden, weniger von Unternehmen.
Ohne den Konstanzer Klimafonds gäbe es viele Projekte nicht. Und einige werden weiter bestehen. Das ist ein Erfolg.
Grünes Klassenzimmer, Klimabäume und Saatgutbibliothek
So bekam beispielsweise die Grundschule im Konstanzer Ortsteil Dettingen ein Grünes Klassenzimmer. Es bietet Raum zum Spielen, Lernen und Gärtnern auf einer Fläche auf dem Schulhof, die entsiegelt und dann begrünt und bepflanzt wurde. Gefördert wurde das mit 12.500 Euro. Die Grundschule in Konstanz-Wollmatingen erhielt knapp 4.800 Euro aus dem Klimafonds für ihren Schulgarten. Eine Anschubfinanzierung gab es zum Beispiel auch für die Saatgutbibliothek in der Stadtbibliothek, die Klimabäume-Aktion und DIY-Solar-Workshops.
"Licht an!" im Theater Konstanz
Gemeinsam mit dem Stadttheater hat der Klimafonds Konstanz Spendengelder eingesammelt für das "Licht an!"-Projekt: Für gut 100.000 Euro wurden Glüh-Scheinwerfer auf LED-Technik umgestellt. Dadurch verbrauche das Theater deutlich weniger Strom und spare erheblich CO2 ein, hieß es.
Grund für das Aus: Die angespannte Haushaltslage
Auch wenn das Projekt des Konstanzer Klimafonds auf Spenden beruhe, die Kosten für das Personal und die Verwaltung seien zu hoch, sagte Philipp Baumgartner, der Leiter des Konstanzer Amts für Klimaschutz. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt könne man es nicht weiter fortführen. Der Gemeinderat hatte deshalb bereits im Frühjahr entschieden, den Konstanzer Klimafonds zum Ende dieses Jahres auslaufen zu lassen.