Amtsinhaber Daniel Rapp ist für die kommenden acht Jahre wieder zum Oberbürgermeister von Ravensburg gewählt worden. Er holte 78,3 Prozent der Stimmen, so das vorläufige Endergebnis. Der 53-jährige CDU-Mann ist bereits seit 2010 im Amt.
Mitbewerber bei OB-Wahl in Ravensburg deutlich unterlegen
Wahlberechtigt waren der Stadt zufolge rund 39.000 Menschen. Außer Rapp hatten sich noch drei weitere Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters beworben. Auf Herausforderer Umut Bulut entfielen 9,4 Prozent der Stimmen, auf Samuel Bosch 8,1 Prozent. Roman Urban erhielt 3,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 Prozent.
"Die Gleichzeitigkeit der Landtagswahl hat dazu geführt, dass wir eine sehr hohe Wahlbeteiligung haben", sagte Rapp dem SWR. Es sei "eine schöne, breite Basis und damit ein belastbares, ehrliches Ergebnis".
Wiedergewählter OB muss Millionenprojekte schultern
Ruhig zugehen wird es für den wiedergewählten OB nicht. Es kommen große Herausforderungen auf ihn zu, denn in Ravensburg stehen bei knappen Kassen Millioneninvestitionen an. So will die Stadt einen neuen Betriebshof bauen, weil der alte in die Jahre gekommen ist. Ebenso will sie damit beginnen, die Stadtbücherei im historischen Kornhaus für rund 20 Millionen Euro zu sanieren. "Und was uns am allermeisten fordern wird, ist der Neubau der Kuppelnaugrundschule: 40 Millionen Euro", so Rapp in einem Ausblick zum Jahreswechsel.
Daher komme das Sondervermögen des Bundes genau zur richtigen Zeit – es seien knapp 27 Millionen Euro verteilt auf 12 Jahre, erklärte der 53-Jährige gegenüber dem SWR. Feiern darf Rapp zusammen mit den Einwohnern dieses Jahr auch: Ravensburg blickt auf 750 Jahre Stadtrechte zurück.
Trotz "Doppelwahl" kein doppelter Aufwand für die Stadt Ravensburg
Für die Stadt Ravensburg bedeutete der Sonntag viel Arbeit, da die Verwaltung gleich zwei Wahlen organisieren musste: die Oberbürgermeisterwahl und die Landtagswahl. Doch beide Wahlen an unterschiedlichen Terminen zu machen, wäre der größere Aufwand gewesen - sowohl für die Wahlteams als auch für die Bürger, hieß es im Vorfeld von der Stadt.