Geschäfte des Motorenherstellers boomen

Rolls-Royce Power Systems baut neues Werk in Friedrichshafen

Der Motorenhersteller Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen wächst weiter kräftig. Nun möchte er ein neues Werk in der Stadt bauen und viele neue Mitarbeiter einstellen.

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Von Autor/in Thomas Wagner

Der Motorenhersteller Rolls-Royce Power-Systems will im Friedrichshafener Ortsteil Kluftern ein neues Werk bauen. Das kündigte das Unternehmen am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz an. Rund 1.000 neue Stellen sollen konzernweit geschaffen werden, ein Teil davon auch am Standort Friedrichshafen.

Umsatz bei Motorenhersteller steigt rasant an - Plan für neues Werk

Rolls Royce-Power Systems ist in den vergangenen Jahren so schnell gewachsen wie noch nie zuvor in der Unternehmensgeschichte: Wie das Unternehmen mitteilte, habe sich der Gewinn innerhalb der vergangenen drei Jahre verdreifacht. Im vergangenen Jahr verdiente der Hersteller von großen Dieselmotoren knapp einer Milliarde Euro. Der Umsatz stieg bei Rolls-Royce Power Systems Friedrichshafen, auch bekannt unter dem Markennamen MTU, gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

Entwurfsskizze des geplanten Werks von Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen. Der Motorenhersteller möchte ein neues Werk in der Stadt bauen und viele neue Mitarbeiter einstellen.
Eine Entwurfsskizze zeigt, wie das neue Werk von Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen aussehen soll.

Dreistelliger Millionenbetrag für die Erweiterung der Werke

Wegen des rasanten Wachstums will Rolls-Royce Power Systems einen dreistelligen Millionenbetrag in die Ausweitung seiner Werke investieren. "Neben den bekannten Werken eins und zwei am Konzernstandort Friedrichshafen bauen wir unsere Produktion in Friedrichshafen-Kluftern zu einem kompletten neuen Werk drei aus," sagte Vorstandschef Jörg Stratmann.

Rolls-Royce Power Systems profitiert vom KI-Boom

Hinter diesen Rekordzahlen stehen zwei Entwicklungen. Zum einen nimmt laut Unternehmen das Geschäft mit Panzermotoren zu. Jeder vierte eingenommene Euro entfalle darauf. Zum anderen boomt das Geschäft mit Stromversorgungsaggregaten für große Rechenzentren mit "Künstlicher Intelligenz". Jeder zweite eingenommene Euro entfalle auf diesen Bereich. Hier sei man Weltmarktführer, so Konzernchef Jörg Stratmann.

Der Erfolg macht sich auf für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlt. Für sie gibt es eine Erfolgsprämie von 2.850 Euro.

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Thomas Wagner
SWR-Redakteur Thomas Wagner Autor Bild
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Thorben Langwald
SWR-Redakteur Thorben Langwald Autor Bild

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