Klassenräume und Lehrerzimmer in der Realschule in Ochsenhausen (Kreis Biberach) sind in den vergangenen Monaten teilweise nur 16 Grad warm gewesen. Die Verantwortlichen haben die Ursache für die kalten Räume nun aber gefunden. Das teilte die Ochsenhausener Stadtverwaltung als Schulträger mit.
Die Probleme gab es schon länger, wie Rektor Frank Eckardt dem SWR berichtete. "Immer mal wieder ging die Heizung aus", sagte er. Betroffen seien sieben Klassenzimmer in zwei Stockwerken. Daneben auch die Verwaltung - Rektorat samt Sekretariat - sowie das Lehrerzimmer.
Unterricht wird teilweise in wärmere Räume verlegt
Andere Räume seien dagegen warm, so Eckardt. Wo es möglich war, habe man den Unterricht in warme Räume verlegt. Aber auch in den kalten Räumen sei das Empfinden durchaus unterschiedlich gewesen: "Trotzdem saßen einige Schüler im T-Shirt da", berichtete der Rektor.
Die Ursache für die kalten Räume: Es gab offenbar einen Fehler in der Übergabezentrale vom Ochsenhausener Nahwärmenetz ans Schulgebäude. Ein Wärmetauscher habe etwa 50 Prozent seiner Leistung verloren, teilte die Stadtverwaltung mit. Die strenge Kälte der letzten Wochen könnte die Situation verschärft haben.
Das Nahwärmenetz in Ochsenhausen gibt es seit 15 Jahren. Es versorgt neben der Realschule auch das benachbarte Gymnasium, die Sporthallen und das Kloster in der Nähe mit Wärme.
Stadt schafft Übergangslösung und verspricht Abhilfe
Am Montag hat die Stadt neu angeschaffte Elektroheizungen aufgestellt. Außerdem habe man das Schwimmbad der Schule geschlossen, um dessen Wärme an anderer Stelle nutzen zu können, heißt es von der Verwaltung. Beide Schritte zeigten Wirkung. "Wir bedauern die Einschränkungen, aber der Schulbetrieb hat momentan Vorrang", sagte Bürgermeister Philipp Bürkle (CDU).
Am Freitag, 30. Januar, soll der Wärmetauscher erneuert werden. Das passiert gerade rechtzeitig zum Informationstag am Samstag, an dem die Realschule bei Viertklässlern und deren Eltern fürs nächste Schuljahr für sich werben möchte. Die Realschule Ochsenhausen hat aktuell 520 Schülerinnen und Schüler.