Corona-Maskenaffäre als Beispiel für Stimmenverlust

Uni Konstanz belegt: Skandal-Politiker schaden ihrer gesamten Partei

Skandale einzelner Politiker schaden dem Ansehen der gesamten Partei. Das hat die Universität Konstanz herausgefunden – im Hinblick auf die sogenannte Maskenaffäre während der Corona-Pandemie.

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Von Autor/in Esther Leuffen

Forschende der Universität Konstanz und der Technischen Universität Chemnitz liefern den Beleg: Sind einzelne Politiker einer Partei in Skandale verwickelt, schadet das dem Ansehen der gesamten Partei. Die Forschenden konnten den Zusammenhang anhand der sogenannten Maskenaffäre während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 aufzeigen.

Ohne Skandal wären es vier Prozent mehr Stimmen gewesen

Der Skandal um überteuerte Corona-Masken hat den damaligen Regierungsparteien CDU/CSU Stimmen gekostet. Den Forschenden zufolge erhielt die CDU 2021 vier Prozentpunkte weniger bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Herausgefunden hatten die Forscher dies, indem sie die Ergebnisse der bereits abgegebenen Briefwahlstimmen mit den Stimmen nach Bekanntwerden des Skandals verglichen.

Die Forschenden identifizierten dabei den 7. März 2021 als den Tag, an dem der Skandal eine breite Öffentlichkeit erreichte. Das Gute für die Studie: Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits gut zwei Drittel der Briefwähler ihre Stimme abgegeben. Entsprechend konnten die Wissenschaftler das Briefwahl-Ergebnis mit den späteren Ergebnissen der Urnenwahl vergleichen.

Jedes einzelne Parteimitglied kann Partei schaden

In Parteien komme es also auf das Verhalten jedes einzelnen Mitglieds an, schlussfolgern die Wissenschaftler. Die am Skandal beteiligten Politiker standen dabei selbst gar nicht zur Wahl. Ihnen wurde kurz vor den Landtagswahlen vorgeworfen, in der frühen COVID-19-Phase Provisionen angenommen zu haben, um überteuerte medizinische Masken an verschiedene Behörden des Bundes und der Länder zu vermitteln.

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