Seit dem 10. Mai schon wird gerätselt, warum die Propellermaschine in Namibia mit der Bad Rappenauer (Kreis Heilbronn) Unternehmerfamilie Lohmiller an Bord abgestürzt ist. Nach wie vor gibt es keine Informationen dazu, was den Absturz ausgelöst haben könnte. Derweil werden weiter DNA-Spuren ausgewertet.
Deutsche Experten vor Ort? Bislang nicht geplant
Die örtlichen Behörden suchen mit Hilfe der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung weiter nach der Absturzursache. Namibischen Angaben zufolge planen deutsche Experten derzeit aber nicht, ins südliche Afrika zu reisen, um vor Ort Spuren auszuwerten.
Ergebnisse der Obduktion der drei geborgenen Todesopfer sind noch nicht mitgeteilt worden. Unklar ist weiterhin, ob die vierte Leiche, die von Silke Lohmiller, schon gefunden wurde. In dem Flugzeug befanden sich ein deutscher Pilot, Silke Lohmiller, ihr Ehemann und der gemeinsame Sohn. Die namibische Flugunfalluntersuchung teilte auf Anfrage des ARD-Studios Südliches Afrika mit, die Polizei führe noch DNA-Tests an einigen später gefundenen menschlichen Überresten durch.
Familie von Ex-Chefin der Schwarz Stiftung kam ums Leben Tödlicher Flugzeugabsturz in Namibia: Deutsche Experten nun an Ermittlungen beteiligt
Rund zwei Wochen nach dem Flugzeugabsturz in Namibia mit vier deutschen Todesopfern gehen die Ermittlungen weiter. Die Behörden arbeiten jetzt eng mit deutschen Experten zusammen.
Die Suche in der Wüste: Gelände schwer zugänglich
Knackpunkt ist, dass das Gelände schwer zugänglich ist. Wohin man blickt, sieht man trockene Landschaften. Abgestürzt ist die Maschine in der Region Hardap, in den Bergen vor Sossusvlei, den weltbekannten roten Sanddünen. Durch diese Berge, die dort bis zu 1.900 Meter hoch sind, führt keine ausgebaute Straße, es ist unwegsames Wüstengelände.
Nur entlang der Berge führen Straßen, die kleinen Orte dort kann man nur über Sandpisten erreichen - für viele Strecken braucht man ein Auto mit Allradantrieb. Die Gegend befindet sich im Übergangsgebiet zur Namib-Wüste, eine der trockensten Wüsten der Welt.
Flugzeugabsturz in Namibia: Kein Flugschreiber an Bord
Das abgestürzte Cessna-Propellerflugzeug hatte keinen Flugschreiber, wie man ihn von großen Passagiermaschinen kennt. Die letzte Meldung des deutschen Piloten war laut namibischen Behörden, dass der Flieger im Sinkflug war. Kontakt zur Flugsicherung soll er nicht aufgenommen haben. Flugzeuge wie diese Cessna sind gang und gäbe in Namibia. Sie haben sich bewährt, um die weiten Entfernungen zu überbrücken und weil viele Lodges oder Touristenattraktionen anders nur schwer zu erreichen sind.
Region trauert um Familie aus Bad Rappenau Ex-Chefin der Schwarz Stiftung stirbt mit Familie bei Flugzeugabsturz in Namibia
Die Dieter Schwarz Stiftung trauert um Ex-Geschäftsführerin Silke Lohmiller: Sie und ihre Familie kamen bei einem Flugzeugabsturz in Namibia ums Leben.
Großes Land, wenige Menschen
Namibia hat eine Fläche, die mehr als zweimal so groß ist wie die von Deutschland. Das Land im südlichen Afrika ist gleichzeitig eines der am spärlichsten besiedelten weltweit.
Die gut 365 Kilometer zwischen Namibias Hauptstadt Windhuk und den roten Dünen in Sossusvlei kann man auch per Auto zurücklegen. Die Fahrt dauert aber mindestens fünf Stunden. Der Flug hingegen hätte für die Familie aus Bad Rappenau lediglich eine Stunde dauern sollen.