Überführung nach Deutschland steht an

Flugzeugabsturz in Namibia: Leiche der Ex-Chefin der Schwarz Stiftung gefunden und identifiziert

Drei deutsche Urlauber aus Bad Rappenau und ihr Pilot waren vor knapp drei Wochen bei einem Flugzeugabsturz gestorben. Jetzt konnten alle vier Personen identifiziert werden.

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Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit vier deutschen Todesopfern am 10. Mai in Namibia sind der Polizei zufolge nun auch die sterblichen Überreste der bislang noch vermissten vierten Person gefunden worden. An allen Opfern seien Obduktionen und DNA-Identifizierungen vorgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. "Alle Opfer wurden identifiziert, einschließlich der sterblichen Überreste der weiblichen Passagierin", wie die Polizei mitteilte.

In dem Flugzeug befand sich neben einem deutschen Piloten eine Familie aus Bad Rappenau (Kreis Heilbronn): Silke Lohmiller, ihr Ehemann und der gemeinsame Sohn. Das Ehepaar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und galt als eng mit Firmeninhaber Dieter Schwarz verbunden. Bisher war unklar gewesen, ob die Leiche von Silke Lohmiller schon gefunden wurde. Die Leichen werden den Angaben zufolge nun nach Deutschland überführt.

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Absturz nah am Berggipfel in unwegsamem Gelände

Die Such- und Bergungsarbeiten waren nach Angaben der Polizei mit großen Herausforderungen verbunden. Die Absturzstelle befinde sich fast am Gipfel eines Bergs in einer steilen Schlucht in äußerst unwegsamem Gelände. Die Opfer konnten demnach nicht bergab transportiert werden, sondern mussten mit einem Hubschrauber geborgen werden. Zudem habe das Flugzeug Feuer gefangen und sei stark beschädigt worden. Die Propellermaschine, die von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, hatte den Behörden zufolge keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen.

Ermittlungen zur Unfallursache dauern an

Nach Angaben von Philippine Lundama, der Direktorin der namibischen Behörde für Flugunfalluntersuchungen (DAAI), muss noch abschließend festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde. Ermittler werteten unter anderem Wrackteile, Flugzeug- und Wartungsunterlagen sowie Wetterdaten aus. Auch ob Wetterbedingungen eine Rolle gespielt hätten, könne noch nicht gesagt werden. Die DAAI arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zusammen.

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Wolfgang Lickert
Portraitfoto von SWR-Redakteur Wolfgang Lickert

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