Kultureinrichtungen in Stuttgart und Karlsruhe können aufatmen: Die Landesregierung wird ihren Anteil der Förderung für Kulturstätten weiterhin aufbringen, auch wenn die Kommunen ihren Teil zur Kofinanzierung wegen klammer Haushaltskassen nicht beisteuern können. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst bleibe damit verlässlicher Partner von Kunst und Kultur, sagte Kunstministerin Petra Olschowski (Grüne).
Damit bekommen das Württembergische Staatstheater in Stuttgart, das Linden-Museum und das Hotel Silber sowie das Badische Staatstheater in Karlsruhe die Hälfte des Förderzuschusses vom Land ausgezahlt. Eine Finanzierungsvereinbarung für die vom Land betriebenen Kulturstätten sieht eigentlich ein Förderverhältnis von je 50 Prozent von Land und Kommunen vor. Den mehr als 300 anderen vom Land geförderten Kunst- und Kulturstätten in Baden-Württemberg wolle die Landesregierung ebenfalls grundsätzlich Fördergelder auszahlen, so das Ministerium.
Klamme Kassen: Stuttgart und Karlsruhe müssen Förderung kürzen
Man werde die Kofinanzierung nicht einschränken, wenn die Städte ihren Teil nicht aufbringen können, teilte das Kunstministerium mit. Damit wolle das Land den Häusern die notwendige Zeit verschaffen, um den Betrieb auf die verringerten Zuschüsse einzustellen. "Das Land nimmt damit auch seine Verantwortung als Arbeitgeber wahr", so Olschowksi. Laut Ministerium werden Stuttgart und Karlsruhe ihre Zuschüsse im kommenden Jahr um insgesamt 6,8 Millionen Euro kürzen.
Die SPD im Landtag von Baden-Württemberg hatte im November Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) um Unterstützung der Kultureinrichtungen gebeten. Für das kommende Jahr sieht der Haushalt für Kultur rund 620 Millionen vor.