Ausbau zu einem Veranstaltungszentrum

Nach Bürgerentscheid: Kramer-Mühle in St. Leon-Rot darf saniert werden

Die Kramer-Mühle in St. Leon-Rot darf weiter saniert und zu einem Veranstaltungszentrum ausgebaut werden. Das haben die Bürger am Sonntag bei einem Bürgerentscheid entschieden.

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Hat die historische Kramer-Mühle in St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) eine Zukunft oder nicht? Darüber wurde am Sonntag bei einem Bürgerentscheid entschieden. Ursprünglich sollte der Entscheid einen Baustopp initiieren, da das Vorhaben mit hohen Kosten von rund 17 Millionen Euro verbunden sein soll. Nach dem Bürgerentscheid steht aber fest: Die Kramer-Mühle darf weiter saniert werden. Am Ende haben nur 220 Stimmen bei über 7000 Stimmabgaben den Unterschied gemacht.

Sanierung der Kramer-Mühle bereits begonnen

In der vorausgegangenen Debatte ging es unter anderem um die Frage, ob die denkmalgeschützte Kramer-Mühle zu einem Veranstaltungsort ausgebaut werden soll. Die Alternative: Die Mühle wäre nur soweit instandgesetzt worden, dass sie den Richtlinien des Denkmalschutzes entspricht. Dann wäre sie aber für Kulturveranstaltungen nicht nutzbar gewesen. Die Sanierung der über 500 Jahre alten Kramer-Mühle hat bereits vor vier Jahren begonnen, unterstützt von Fördergeldern von Bund und Land - einiges davon ist auch schon geflossen. Die "unsicheren Einnahmen der Gemeinde und die zu erwartenden laufenden jährlichen Ausgaben in der Zukunft" hätten die Initiatoren des Bürgerentscheids dazu motiviert, die Bürgerinnen und Bürger von St. Leon-Rot zu fragen, ob man den weiteren Ausbau der Mühle stoppen solle.

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Bedenken bei Bürgerentscheid-Initiatoren hinsichtlich langfristiger Finanzierung

Ein Sprecher der Initiatoren des Bürgerentscheids bestätigte gegenüber dem SWR, dass sie das Wahlergebnis respektieren würden. "Die Bedenken hinsichtlich der langfristigen finanziellen Risiken" würden aber bestehen bleiben. Unter anderem fehle laut den Verantwortlichen ein Betreiber-Konzept. Das heißt es sei noch unklar, welche finanziellen Lasten in Zukunft auf die Gemeinde zukommen würden. Man befürchte deshalb eine Gebührenerhöhung für die Bürgerinnen und Bürger.

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