Currywurst mit Pommes gehören zum Standard-Programm einer typischen Kantine - das ist zwar lecker, aber alles andere als gesund. Wie sich das ändern lässt, darum geht es bei den Ernährungstagen - denn die Qualität von Kantinen-Essen ist diesmal das Schwerpunktthema.
Kantine mit Vorbildcharakter
Die Ernährungstage finden seit 2015 einmal jährlich in verschiedenen Kommunen in Baden-Württemberg statt. Der offizielle Startschuss fiel diesmal in Adelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis). Dafür gibt es einen guten Grund: Denn die Kantine der Bildungsstätte der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) im Adelsheimer Stadtteil Sennfeld hat Vorbildcharakter: Dort legt man viel Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität.
In der Kantine der BGHM wird täglich für mehr als 50 Gäste frisch gekocht. Zur Wahl stehen ein vegetarisches oder veganes Menü und ein Essen mit Fisch oder Fleisch. Wenn möglich, wird regional eingekauft. Backwaren, Eier, Wurst, Fleisch, Obst und Gemüse kommen aus der Gegend.
Resteverwertung wird hier aktiv gelebt
Der Apfelsaft stammt aus Früchten von der eigenen Obstwiese. Das sorgt für kürzere Lieferwege und verhindert Lebensmittelverschwendung.
Zahlreiche Aktionen und Workshops
Eröffnet wurden die Ernährungstage in Adelsheim von Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU). Hauk betonte, die Landesregierung wolle mit den Aktionstagen zeigen, wie eine ausgewogene und genussvolle Ernährung im Alltag gelingen könne.
Um das zu erreichen, laden Landratsämter und Ernährungszentren aus ganz Baden-Württemberg in den nächsten Tagen zu zahlreichen Veranstaltungen ein - unter anderem zu Workshops, Ausstellungen und Online-Vorträgen. Die Ernährungstage dauern noch bis zum 6. Februar.