Fasnachtsmarkt in Mannheimer Innenstadt

Erster Rosenmontag nach Amokfahrt: Schausteller blicken nach vorne

Am Rosenmontag 2025 starben zwei Menschen bei der Amokfahrt in Mannheim - unmittelbar neben Ständen des Fasnachtsmarkts. Deren Betreiber wollen sich aber nicht entmutigen lassen.

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Von Autor/in Vuk Dajović

Am Rosenmontag 2025 wurde die Mannheimer Innenstadt Schauplatz einer Amokfahrt, bei der zwei Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche schwer verletzt wurden. Der Täter wurde inzwischen verurteilt und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die Tat ereignete sich wenige Meter neben den Ständen des Fasnachtsmarkts. Genau hier arbeitet Antje Schneider schon seit mehr als 30 Jahren. An ihrer Bude verkauft sie Würstchen und Steakbrötchen. Die Geschehnisse von vor einem Jahr hat sie aus nächster Nähe erlebt: "Das zweite Opfer [eine 83-jährige Frau] ist direkt vor unseren Augen überfahren worden und leider auch verstorben. Das ging einem ganz schön nach". Die Eindrücke habe Schneider mittlerweile verarbeitet.

Schaustellerin Antje Schneider und Kollegin auf dem Mannheimer Fasnachtsmarkt
Antje Schneider (rechts) blickt positiv auf den diesjährigen Fasnachtsmarkt in Mannheim.

Absage keine Option für Schausteller in Mannheim

Dass der Fasnachtsmarkt wie gewohnt stattfindet, begrüßt Antje Schneider: "Es gibt nie eine hundertprozentige Sicherheit, aber es wäre falsch, wenn man das absagen würde. Es ist Tradition und soll auf jeden Fall beibehalten werden". In Gesprächen mit Kundinnen und Kunden würde klar werden, dass sich in Mannheim niemand die Fasnacht nehmen lassen wolle. Auch wirtschaftlich wäre eine Absage keine Option - der Betrieb hatte durch die Amokfahrt Verluste gemacht.

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Amokfahrt ohne Bezug zur Fasnacht

Kevin Müller schenkt seit fast 20 Jahren Getränke an einem anderen Stand aus. Er betont, dass die Todesfahrt in keinem Bezug zur Fasnacht stand - und sie deswegen auch nicht mit ihr verbunden werde: "Das hat mit Fasnacht nichts zu tun gehabt, es zielte auch nicht auf die Fasnacht. Auch die Leute sprechen uns nicht an dieses Jahr, was ich eigentlich erwartet hätte. Das Leben geht weiter". Das sieht auch die Stadt Mannheim so: Ein offizielles Gedenken findet nur am kalendarischen Jahrestag am 3. März statt.

Die Tat zielte nicht auf die Fasnacht.

Eine Gefährdungslage liegt nach Angaben der Polizei nicht vor. Trotzdem sind die Stände am Paradeplatz flächendeckend mit Pollern, sogenannten Terrorsperren, abgesichert. Außerhalb dieser Maßnahmen kehre hier laut den Schaustellerinnen und Schaustellern aber wieder Normalität ein.

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