Fachtagung im Stadthaus

Desinformation, Videoüberwachung, Cyberangriffe: Darum ging's beim 3. Mannheimer Sicherheitstag

Im Mannheimer Stadthaus ging es am Freitag auf einer prominent besetzten Fachtagung um das Thema Sicherheit in der Stadt. Mit dabei war auch Innenminister Thomas Strobl (CDU).

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Rund 200 Vertreter aus Polizei, Justiz, Politik, Behörden und Ämtern aus ganz Deutschland haben am Freitag im Stadthaus am 3. Mannheimer Sicherheitstag teilgenommen. Motto der ganztägigen Fachtagung war: "Urbane Sicherheit – Lebenswerte Stadt". Veranstalter waren die Stadt Mannheim und der "Behörden Spiegel", eine überregionale Zeitung für den Öffentlichen Dienst in Deutschland.

Proffen, Specht, Strobl und Schäfer auf dem Mannheimer Sicherheitstag im Stadthaus
Sicherheitstag in Mannheim - von links nach rechts: Der Mannheimer Sicherheitsdezernent Volker Proffen (CDU), Rathauschef Christian Specht (CDU), Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer

Digitalisierung, KI und Innere Sicherheit "stärker zusammenbringen"

Eröffnet wurde die Tagung mit Redebeiträgen von Mannheims Rathauschef Christian Specht (CDU) und Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer. Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hielt einen Kurzvortrag. "Digitalsierung, KI (Künstliche Intelligenz) und Innere Sicherheit sollen verstärkt zusammengebracht werden", so der Minister. Gerade bei einem "heißen Pflaster wie Mannheim" mit vielen Demonstrationen sei das wichtig. Dabei gehe jedoch die Zahl an Straftaten in Mannheim zurück. Das gelte auch für ganz Baden-Württemberg, erklärte Strobl.

Nach Anschlag auf Rouven Laur: Staatsschutz- und Antiterrorismuszentrum eingerichtet

In seinem Vortrag auf dem Mannheimer Sicherheitstag nannte der Innenminister auch konkrete Maßnahmen. So sei als Reaktion auf den Anschlag auf den Polizisten Rouven Laur im Mai 2024 unter anderem das "Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum zur Verfolgung schwerer terroristischer Straftaten" eingerichtet worden. Das habe schon bei der Amokfahrt in Mannheim am Rosenmontag 2025 "gute Arbeit" geleistet.

Auch die Unterstützung der Polizisten durch KI soll laut Strobl weiter vorangetrieben werden. Der sogenannte "intelligente Videoschutz" (Videoüberwachung) - entwickelt in Mannheim - soll laut Minister "hoffentlich nächstes Jahr (2026)" landesweit an den Start gehen. In den vergangenen Jahren sei das System in Mannheim getestet und von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden. 

Oberbürgermeister Christian Specht teilte mit, der Mannheimer Sicherheitstag habe "eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der regelmäßige Austausch über urbane Sicherheit ist". Das Thema Sicherheit habe "überall eine hohe Aktualität und Relevanz".

Sicherheitstag: Wie umgehen mit Falschmeldungen?

Bei der Tagung ging es unter anderem um diese Fragen: Wie kann der öffentliche Raum für alle sicherer werden? Welche Gefahren entstehen durch Desinformation? Wie geht man mit Falschmeldungen um? Wie ist der aktuelle Stand der Mannheimer Videoüberwachung? Welche Möglichkeiten gibt es beim Thema "Zufahrtsschutz im öffentlichen Raum"? (Mit "Zufahrtsschutz" sind zum Beispiel massive Metall-Poller gemeint, die Amokfahrten mit dem Auto verhindern sollen).

Sicherheitstag in Mannheim: "Zusammenarbeit bei großen Einsatzlagen wichtig"

Die Mannheimer Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer teilte mit: "Insbesondere bei großen Einsatzlagen, wie sie die Stadt Mannheim in der Vergangenheit erlebt hat, zeigt sich die Wichtigkeit der koordinierten und behördenübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Polizei, der Stadt Mannheim und allen anderen Behörden mit Sicherheitsaufgaben".

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Wolfgang Kessel
Wolfgang Kessel, Redakteur beim SWR in Mannheim

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