In der Rhein-Neckar-Region eröffnen die Weihnachtsmärkte in Mannheim, Heidelberg (ab 24. November) und Schwetzingen (ab 27. November) ab kommender Woche ihre Stände. Doch gerade nach dem Angriff auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr stellt sich immer wieder die Frage der Sicherheit.
Oberbürgermeister Specht (CDU) überzeugt von Mannheimer Sicherheitskonzept
Während andere Märkte in Baden-Württemberg durch die gestiegenen Kosten auch kreative Wege gehen müssen, um für Sicherheit zu sorgen, hat sich die Stadt Mannheim laut Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) ein Sicherheitskonzept überlegt - in enger Abstimmung mit der Polizei. Im Gespräch mit dem SWR sagte Specht, dass man ein "dynamisches Konzept" habe und "auf alle Eventualitäten vorbereitet" sei. Gleichzeitig wolle man Mannheim nicht "zu einer Trutzburg ausbauen", in der man das Gefühl habe, hier sei es besonders unsicher. Laut einer Sprecherin der Stadt investiert Mannheim in die Sicherheit des Weihnachtsmarkts einen "niedrigen sechsstelligen Euro-Betrag".
Wie in allen Städten, gibt es keine absolute Sicherheit im öffentlichen Raum.
Weihnachtsmärkte wichtig gerade in schwierigen Zeiten
In Heidelberg sieht man das ähnlich. Auch Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) bekräftigt im Gespräch mit dem SWR die Wichtigkeit eines sorgenlosen Weihnachtsmarkt-Erlebnisses. "Gerade in der heutigen Zeit brauchen die Leute solche heimeligen Orte, wo sie sich treffen können und die Seele baumeln lassen können." Deshalb habe die Stadt viel Geld investiert, um den Markt so schön und sicher zu gestalten, wie in den vergangenen Jahren. Insgesamt hat die Stadt - ähnlich wie in Mannheim - einen sechsstelligen Euro-Betrag in zusätzliche Sicherheit gesteckt. Für Autos ist die Zone vom Kornmarkt bis zum Karlsplatz gesperrt. Poller verhindern die Einfahrt.
Bürger wollen mehr Verkehrssicherheit bei Weihnachtsmarkt
Auch in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) wird vermehrt auf den Verkehr geachtet. Zum Start des Weihnachtsmarktes am 27. November wird der Schlossplatz für die Dauer des Marktes für Autos gesperrt sein. Laut Yvonn Rogowski vom Ordnungsamt in Schwetzingen ist das vor allem eine Reaktion der Stadt auf Anfragen der Polizei und der Bürgerinnen und Bürger, für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen.
Keine Hinweise auf Anschlagspläne
Laut dem baden-württembergischen Innenministerium bestehe kein Grund, auf einen Weihnachtsmarktbesuch zu verzichten. Aktuell lägen dem Ministerium keine Hinweise auf Anschlagspläne vor und die Sicherheitsbehörden seien bestens vorbereitet. Das betont auch Innenminister Thomas Strobl (CDU). Zentrale Vorgaben vom Land gebe es keine, jedoch sei man in enger Abstimmung mit den Veranstaltern und die Polizei werde verstärkt Präsenz zeigen.