Strategiewechsel

Zurück zum Verbrenner: Porsche richtet Modellpalette neu aus

Nach dem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr steuert Porsche radikal um. Das Ziel, immer mehr Fahrzeuge mit Elektroantrieb anzubieten, gibt der Autobauer vorerst auf.

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Porsche hat eine Neuausrichtung seiner Modellpalette beschlossen. Der Sportwagenbauer setzt künftig wieder verstärkt auf Modelle mit Verbrennungsmotor. Ursprünglich geplante vollelektrische Modelle sollen später eingeführt werden. Das gab der Stuttgarter Autobauer im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung bekannt.

Porsche-Vorstandschef Oliver Blume teilte mit: "Aktuell erleben wir massive Umwälzungen im Umfeld der Automobilindustrie, deshalb stellen wir Porsche umfassend neu auf". Mit dem Schritt gehe man auf neue Marktrealitäten und Kundenbedürfnisse ein. Neben neuen Verbrenner-Modellen sollen demzufolge auch für bestehende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wie den Panamera und den Cayenne entsprechende Nachfolger entwickelt werden.

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E-Modelle kommen später auf den Markt

Den neuen großen Elektro-SUV, der vor allem auf den US-Markt abzielte, wird es hingegen zunächst nur als Verbrenner und Plug-in-Hybrid geben. Auch die Markteinführung bestimmter vollelektrischer Fahrzeuge soll aufgrund des verzögerten Hochlaufs der E-Mobilität zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Mit einer Mischung verschiedener Antriebe wolle man die gesamte Bandbreite an Kundenwünschen erfüllen, teilte Blume weiter mit.

Bereits seit Jahresbeginn investiert Porsche wieder in neue Verbrenner. Mit den aktuellen Änderungen zeigt sich erneut, dass die Wende zum E-Auto bei den Zuffenhausenern nicht aufgeht. Keine andere Marke im VW-Konzern hatte sich ein ehrgeizigeres E-Ziel gesetzt. Doch davon ist nicht mehr viel übrig. Auch Pläne für eine eigene Batteriefertigung hat Porsche zuletzt aufgegeben.

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Weiteres Sparprogramm geplant

Porsche rechnet angesichts der Neuaufstellung der Produktpalette mit erheblichen finanziellen Belastungen. Insgesamt summieren sich die Kosten für den Unternehmensumbau in diesem Jahr nun auf 3,1 Milliarden Euro. Darüber hinaus erwartet der Autobauer weitere Belastungen durch die US-Importzölle sowie den Marktrückgang im chinesischen Luxussegment. Die Gewinnprognose für 2025 wurde deshalb deutlich nach unten korrigiert.

In der Region Stuttgart will Porsche daher sparen und Stellen streichen. Ein weiteres Sparprogramm soll nun verhandelt werden. Blume bestätigte am Freitag, dass es bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern gibt.

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SWR

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