Der Autobauer Porsche will sich von drei weiteren Tochterfirmen trennen. Das teilte das Unternehmen am Freitagmittag schriftlich mit. Das schließt auch einen Stellenabbau mit ein: Mehr als 500 Mitarbeiter sind davon betroffen, so das Unternehmen.
Konkret geht es um den Batterieentwickler Cellforce mit Sitz in Kirchentellinsfurt, die Porsche eBike-Tochter aus Ottobrunn bei München und die Software-Firma Cetitec aus Pforzheim. Diese drei Tochterfirmen sollen nicht weitergeführt werden.
Besonders die Batterie-Tochter Cellforce galt lange als wichtiges Zukunftsprojekt für leistungsfähige E-Auto-Batterien. Bereits im vergangenen Jahr hatte Porsche allerdings frühere Ausbaupläne deutlich zurückgenommen.
Stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft
Porsche-Chef Michael Leiters spricht in der Pressemitteilung von "schmerzhaften Einschnitten", die aber notwendig seien, um das Unternehmen strategisch neu auszurichten. Hintergrund seien vor allem veränderte Marktbedingungen in den Bereichen und die stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft.
Bereits zuvor hatte Porsche den geplanten Verkauf seiner Anteile an den Sportwagen-Töchtern Bugatti Rimac und der Rimac Group angekündigt.
Mit dem Schritt steht Porsche nicht allein: Auch andere deutsche Autohersteller wie Volkswagen, Audi, Mercedes-Benz oder BMW überprüfen derzeit ihre Beteiligungen, Entwicklungsprojekte und Stellenstrukturen angesichts des hohen Kostendrucks und der schwierigen Lage der deutschen Automobilindustrie.