Kritik an Kosten

Trotz Rekordverschuldung: Stuttgart beschließt Neubau von Filmhaus für 115 Millionen Euro

Steigende Kita-Gebühren, Kürzungen bei Kultur und Sozialem - die Stadt Stuttgart muss sparen. Trotzdem hat der Gemeinderat grünes Licht für einen umstrittenen Neubau gegeben.

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Der Stuttgarter Gemeinderat hat am Donnerstag den Bau des neuen Hauses für Film und Medien beschlossen. 41 Stadträtinnen und -räte stimmten dafür, 14 dagegen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Gesamtkosten werden mit 115 Millionen Euro angegeben. Das Gebäude soll im Frühjahr 2029 fertiggestellt werden.

Neubau an der B14: Haus für Film und Medien

Das neue Haus für Film und Medien wird auch SMIC oder Stuttgart Moving Image Center / Haus für bewegte Bilder Stuttgart genannt. Es soll an der B14 auf dem Areal des ehemaligen Breuninger-Parkhauses neben der Leonhardskirche entstehen. Das neue Haus wird laut Stadt das Zentrum für Film- und Medienkultur in Stuttgart werden. Vorgesehen sind zwei Kinos, Ausstellungsflächen, zwei Multifunktionsräume, Studios und ein Restaurant.

Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hatte für den Bau geworben. Er sprach von einem "fahrenden Zug", der nicht mehr gestoppt werden sollte. Hintergrund sind die fortgeschrittenen Arbeiten, wie die fertiggestellte Baugrube. Kulturbürgermeister Fabian Mayer (CDU) sagte, das SMIC schließe eine Lücke in der deutschen Kulturlandschaft. Es werde ein offener und einladender Ort, an dem sich "alle Menschen unserer Stadtgesellschaft kritisch, kreativ, experimentell und neugierig mit Medien und bewegten Bildern auseinandersetzen können".

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Neues Filmhaus SMIC: Kritik an hohen Kosten

Doch es gab auch deutliche Kritik - insbesondere an den Kosten in Höhe von 115 Millionen Euro. Erst Ende Dezember hatte der Stuttgarter Gemeinderat einen Doppelhaushalt beschlossen, der bis Ende 2027 rund 850 Millionen Euro neue Schulden vorsieht. Auch die laufenden Kosten des neuen Filmhauses wurden immer wieder kritisiert. Diese sollen reduziert werden, hieß es im Gemeinderat.

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