Nach tödlichem Verkehrsunfall

Ludwigsburger Raserprozess: Angeklagter sagt aus und räumt Schuld ein

Der wegen Mordes angeklagte Autofahrer hat vor Gericht eine umfassende Erklärung abgegeben. Vergangenes Jahr war er in Ludwigsburg an einem illegalen Autorennen beteiligt.

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Von Autor/in Frieder Kümmerer

Im März 2025 sind zwei junge Frauen bei einem illegalen Autorennen in Ludwigsburg ums Leben gekommen. Gegen die zwei Fahrer sowie einen Mitfahrer läuft am Stuttgarter Landgericht seit Dezember das Gerichtsverfahren. Der mutmaßliche Verursacher des Unfalls ist wegen Mordes in zwei Fällen angeklagt. Am Dienstag hat der Hauptangeklagte selbst ausführlich den Tathergang geschildert und zugegeben, den Unfall verursacht zu haben. "Stuttgarter Zeitung" und "Ludwigsburger Kreiszeitung" hatten zuerst über die Ausführungen berichtet.

Angeklagter: "Ich weiß, dass ich schuldig bin"

Der Hauptangeklagte entschied, am Dienstag selbst das Wort zu ergreifen. Laut Berichten habe er dabei geweint und unter anderem gesagt: "Ich weiß, dass ich schuldig bin und die Verantwortung trage." Das bestätigt auf SWR-Nachfrage auch die Pressestelle des Landgerichts Stuttgart. Ob es sich dabei aber um ein Schuldeingeständnis handelt, ist bisher noch nicht klar: "Die Strafkammer hat bisher noch keine Meinung zu den jüngsten Aussagen des Fahrers des Unfallwagens geäußert", heißt es vom Gericht.

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Die zwei Mitangeklagten hatten bereits vergangene Woche eine Einlassung von ihren Anwälten vortragen lassen, in der diese auch die Abläufe und das Rennen als solches bestätigt hatten. Am Dienstag wies laut Landgericht der vorsitzende Richter darauf hin, "dass die Aussagen des Fahrers des zweiten Autos und des Beifahrers wahrscheinlich kein vollständiges Geständnis im Sinne der Anklage darstellen werden."

Gutachten sollen Tatgeschehen näher beleuchten

Bis zum März sind Termine für das Verfahren angesetzt. Bis jetzt wurden zahlreiche Zeugen und die Angeklagten befragt, weitere sollen eigentlich noch verhört werden. "Die Strafkammer überprüft derzeit, ob aufgrund der Aussagen der drei Angeklagten auf einige Zeugen verzichtet werden kann", heißt es vom Landgericht. In den kommenden Verhandlungstagen könnten aber die Gutachten noch eine wichtige Rolle spielen - vor allem die Berichte der Sachverständigen für technische, medizinische und psychologische Fragen stehen noch aus. "Deshalb wird das Verfahren wahrscheinlich nicht vor März abgeschlossen sein", so das Gericht weiter.

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