Der Freiburger Gemeinderat hat am Dienstagabend für die Sanierung der maroden Echte-Helden-Arena gestimmt. Mit breiter Mehrheit (41 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen) wurde das 39 Millionen Euro schwere Projekt abgesegnet – ein historischer Beschluss für die Freiburger Eissportszene. Zu der Gemeinderatssitzung waren auch EHC-Präsident Michael Müller und einige Fans des Eishockey-Zweitligisten gekommen.
Sanierung der Eishalle günstiger als Neubau
Die Machbarkeitsstudie hatte bereits gezeigt, dass eine vollständige Sanierung deutlich wirtschaftlicher ist als ein Neubau, der mit über 60 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Nun ist klar: Die Halle wird in drei Sommerbauphasen ab 2029 modernisiert und soll zur Saison 2031/32 wieder vollständig zur Verfügung stehen. Während der Wintermonate bleibt der Spiel- und Trainingsbetrieb erhalten. Die modernisierte Arena soll künftig 4.000 bis 5.000 Zuschauer fassen und die Anforderungen der Deutschen Eishockeyliga erfüllen.
Kosten auf mehrere Schultern verteilt
Die Stadt übernimmt rund 30 Millionen Euro der Kosten. Zusätzlich bewirbt sich das Rathaus für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, das bis zu acht Millionen Euro beisteuern könnte. Einen wichtigen Anteil trägt auch der EHC Freiburg selbst: Ein privater Mäzen unterstützt den Club mit fünf Millionen Euro, weitere Mittel will der Verein einwerben.
Oberbürgermeister Horn: "großer Moment für Freiburg"
Oberbürgermeister Martin Horn sprach von einem „großen Moment für Freiburg und den gesamten Eissport“. Sportbürgermeister Stefan Breiter betonte, der Beschluss gebe Planungssicherheit für Profisport, Nachwuchs, Breiten- und Parasport: „Wir haben nun die Chance genutzt, die entscheidenden Spiele zu gewinnen.“
Erleichterung beim EHC Freiburg
Auch beim EHC Freiburg herrscht Erleichterung. Vereinspräsident Müller sieht in dem Votum ein starkes Signal: „Der Eissport hat in Freiburg eine Zukunft. Jetzt beginnt für uns die Arbeit, unseren Beitrag zu leisten.“
Mit dem Gemeinderatsbeschluss endet eine jahrelange Debatte über die Zukunft der in die Jahre gekommenen Arena. Nun kann die konkrete Planung starten.