Jetzt herrscht Gewissheit: Das in Waldkirch (Landkreis Emmendingen) ansässige Technologieunternehmen Sick will rund 500 Stellen abbauen. Der Vorstand hat der Belegschaft auf Mitarbeiterveranstaltungen am Dienstag und Mittwoch die Hintergründe erläutert, heißt es vom Unternehmen.
Mehrere Sick-Standorte von Stellenabbau betroffen
Die Stellen sollen nicht nur am Hauptsitz in Waldkirch wegfallen, sondern auch an weiteren Standorten in der Region. So sind laut Angaben des Unternehmens auch Reute (Landkreis Emmendingen), Freiburg und Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) betroffen. Bereits zuvor war bekannt gewesen, dass Sick plant, etwa 100 Stellen an den Standorten Hamburg und Karlsruhe zu streichen.
Beschäftigte in Sick schon länger in Sorge um Arbeitsplätze
Dass Sick auch Stellen in Südbaden abbauen will, war bereits Anfang des Jahres bekannt geworden. Wie viele und wo genau, hatte das Unternehmen damals offen gelassen. Die Gewerkschaft IG Metall hatte gegen die Pläne protestiert. Viele Beschäftigte waren in Sorge um ihren Arbeitsplatz. In Südbaden hat Sick rund 5.000 Beschäftigte.
Sick will Kosten senken
Mit den angekündigten Stellenstreichungen will das Technologieunternehmen Kosten senken. Sick befinde sich "weiterhin in einem turbulenten Marktumfeld", hieß es. Trotz einer Umsatzsteigerung im vergangenen Jahr und eines wettbewerbsfähigen Produktangebots "reicht die aktuelle Geschäftsentwicklung nicht aus, um die seit Jahren niedrige Profitabilität nachhaltig auf ein für das Unternehmen gesundes Niveau zu bringen".
"Faire und sozialverträgliche Perspektiven" für Beschäftigte
Deshalb arbeite man konsequent daran, die Kosten zu senken. Ziel sei es, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern faire und sozialverträgliche Perspektiven zu bieten, so Sick-Chef Mats Gökstorp in einer Mitteilung.
Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 liegen noch nicht vor. Sie sollen Ende April veröffentlicht werden. 2024 hatte das Unternehmen gut 55 Millionen Euro Gewinn gemacht, fast 64 Prozent weniger als im Jahr zuvor.