"Top, die Wette gilt!" So oder so ähnlich hieß es am Samstagmittag auf dem Tübinger Festplatz. Tübingens OB Boris Palmer (parteilos) hatte gewettet. Es ging darum, den aktuellen Weltrekord aus Herrenberg (Kreis Böblingen) zu knacken, ein großes "Lebendiges Windrad" zu bilden. Und das hat geklappt. Mehr als 1.200 Menschen haben laut Veranstalter, der Stadt Tübingen, mitgemacht.
Bei der Mitmach-Aktion ging es der Stadt Tübingen laut Mitteilung besonders um zwei Dinge: Um nachhaltige, umweltfreundliche Mobilität und die regionale, klimafreundliche Energieversorgung.
B28 von Reutlingen nach Tübingen war teilweise gesperrt
Für die Windrad-Wette hatten sich auch viele Radfahrer angekündigt. In einer Sternfahrt aus Reutlingen, aus dem Schwarzwald und aus Stuttgart kamen sie angeradelt.
Die B28 zwischen Reutlingen und Tübingen war zeitweise gesperrt. Etwa 1.000 Radfahrer waren ab 13 Uhr auf der B28 nach Tübingen unterwegs. Laut Reutlinger Polizei kam es zu kleineren Verkehrsbehinderungen.
Vor zwei Jahren war die B28 zuletzt für Autos gesperrt, damals im Rahmen einer Fahrrad-Demo, zu der mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen.
Teilnehmer von Palmers Windrad-Wette dürfen kostenlos ins Freibad
Kurz nach 15 Uhr war es dann vollbracht: Auf dem Tübinger Festplatz formierten sich die Teilnehmenden zu einem "Lebendigen Windrad". Dabei bewegten sich alle synchron wie ein echtes Windrad.
Alle, die mitgemacht haben, durften danach kostenlos ins Tübinger Freibad. Bei durchwachsenem Wetter war das aber nichts für Warmduscher. Im Falle einer verlorenen Wette hatte Boris Palmer angekündigt, persönlich 50 ausgeloste Teilnehmer durch den Windpark Sonnenbühl zu führen.