Nach scharfer Kritik an eigener Partei

Robin Mesarosch will Landeschef der SPD werden

In einem Video hatte der SPD-Politiker aus Sigmaringen nach der Landtagswahl die eigene Partei scharf kritisiert. Jetzt will Mesarosch selbst SPD-Landeschef werden.

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Nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl und dem Rückzug von Spitzenkandidat und Landeschef Andreas Stoch gibt es einen ersten Kandidaten für den Chefposten bei der Landes-SPD. Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete aus Sigmaringen Robin Mesarosch kündigte auf der Plattform Instagram an, als Landesvorsitzender kandidieren zu wollen. 

Man könne nach dem Wahlergebnis von 5,5 Prozent bei der Landtagswahl das Gleiche wie immer machen, schreibt Mesarosch zu dem Video. "Aber dann kommt halt auch das Gleiche wie immer raus."

Neuer Landeschef der SPD wird im Sommer gewählt

Seine Genossen ruft Mesarosch auf, einen anderen Weg zu gehen. "Lasst uns mutig sein und endlich mal was anders machen. Nicht irgendwas. Sondern das, woran wir glauben." Auf seiner Website nennt Mesarosch drei Punkte, die sich aus seiner Sicht ändern müssen: Man müsse sich auf wenige große Themen fokussieren, die Mitglieder stärker beteiligen und besser kommunizieren. Die SPD wählt ihren neuen Landesvorsitzenden auf einem vorgezogenen Parteitag am 20. Juni.

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Mesarosch äußerte scharfe Kritik an der SPD nach der Landtagswahl

Mesarosch stammt aus Sigmaringen und war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordneter. Der 34-Jährige ist in den sozialen Medien erfolgreich und hat auf Instagram mehr als 120.000 Follower. Kurz nach der Landtagswahl hatte er mit einer Wutrede auf der Plattform für Aufsehen gesorgt. Darin hatte der SPD-Politiker von einem "historisch unterirdischen Wahlkampf" mit "miserabler Kommunikation und Organisation" gesprochen und der Parteiführung fehlende Strategie vorgeworfen. 

Scharfe Kritik äußerte Mesarosch in dem Video auch am bisherigen Generalsekretär Sascha Binder, der noch am Wahlabend seinen Rückzug vom Parteiamt bekanntgegeben hatte und wenige Tage später von der Landtagsfraktion zum neuen Vorsitzenden gewählt worden war. "Das geht nicht", kritisierte Mesarosch. Binder sei als Generalsekretär für die Wahlkampagne verantwortlich gewesen.

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Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild

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