Wer zurzeit zum Pilze sammeln durch den Schwarzwald, Schönbuch oder Rammert streift, wird wohl enttäuscht sein: Durch die Hitze und Trockenheit sieht es spärlich aus. Weil es seit März kaum geregnet hat, sind die Böden in Süddeutschland derzeit ungewöhnlich stark ausgetrocknet, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).
Ohne Regen keine Pilze
Genau das könnte die Pilzsaison gefährden, erklärt der Mykologe Flavius Popa. Mykologen sind Expertinnen und Experten, die sich wissenschaftlich mit Pilzen beschäftigen. Popa forscht im Nationalpark Schwarzwald zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Der Fruchtkörper der Pilze - also der Teil, der über der Erde wächst und den Pilzgänger im Wald sammeln - bestehe zum Großteil aus Wasser. Und wenn es nicht regne, bilde sich der gar nicht erst, so Popa.
Pilz-Experte: Gute Aussichten für den Herbst
Das Pilz-Jahr ist aber noch nicht verloren, erklärt der Mykologe. Sobald es wieder regnet, werden die Fungi sprießen.
Der Pilz ist jetzt nicht verschwunden oder gestorben. Im Herbst, sobald wieder ein bisschen mehr Wasser da ist, werden die auch wieder Fruchtkörper machen.
Die besten Tipps für Sammel-Anfänger! Heimische Wildpilze
Der Herbst ist die perfekte Zeit für Pilzsucher. Doch auf was sollten besonders Sammel-Anfänger bei der Wildpilzsuche achten? Wir geben Ihnen wichtige Tipps an die Hand.
Hier kann man im Schwarzwald aktuell Pilze finden
Mit etwas Glück kann man aber auch jetzt schon im Wald fündig werden: dort, wo es feuchter geblieben ist, und wo es in größeren Mengen geregnet hat. Das sind im Schwarzwald laut Pilz-Experten Flavius Popa zum Beispiel die Täler auf der Nordseite.