Gibt es Ende September Klarheit?

Bis zu 1.860 Stellen betroffen: BioNTech prüft Verkauf mehrerer Standorte - auch Tübingen

Das Mainzer Unternehmen BioNTech ist derzeit dabei, die Zukunft für mehrere seiner Produktionsstandorte zu klären. Bis zu 1.860 Arbeitsplätze könnten von den Plänen betroffen sein.

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Von Autor/in Magdalena Knöller

Der Pharmakonzern BioNTech mit Hauptsitz in Mainz will bis Ende September über die Zukunft mehrerer von der Schließung betroffener Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur entscheiden. Das betrifft auch Tübingen. Im Mai hatte BioNTech verkündet, das zuvor übernommene Unternehmen CureVac bis Ende des Jahres zu schließen. Dort sind rund 820 Arbeitsplätze bedroht. Entsprechend groß ist die Enttäuschung - bei den Beschäftigten und der Stadt.

Das Staatsministerium Baden-Württemberg schreibt auf SWR-Nachfrage, die Gespräche zur Zukunft der Mitarbeitenden dauerten an. Die Landesregierung habe eine Task Force eingerichtet, in der auch das Wirtschafts- und das Wissenschaftsministerium, die Bundesagentur für Arbeit und die Landesagentur BIOPRO zusammenarbeiteten. Die Stadt Tübingen sei auch eng eingebunden. Laut Stadtverwaltung laufen auch Gespräche mit BioNTech. Die würden noch "einige Zeit" in Anspruch nehmen, so eine Sprecherin.

Alle Beteiligten verfolgen das Ziel, die wertvolle Infrastruktur und das Know-how für unser Exzellenz-Ökosystem zu sichern, den von der Entscheidung betroffenen Mitarbeitenden eine Perspektive zu geben und zumindest einen Teil der Top-Talente am Standort zu halten.

BioNTech nennt Überkapazitäten und Fokus auf Krebsforschung

Nach Angaben des Mainzer Unternehmens werden über CureVac in Tübingen hinaus auch mögliche Verkaufsoptionen für die BioNTech-Standorte in Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld), dem hessischen Marburg und Singapur geprüft. Bis zu 1.860 Stellen könnten insgesamt betroffen sein.

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BioNTech begründete die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten, Kosteneinsparungen und dem Fokus auf die Krebsmedizin. Die Nachfrage nach Corona-Impfstoff, der das Unternehmen während der Pandemie weltbekannt machte, sei massiv zurückgegangen. Schwerpunkt sei nun die Entwicklung neuer Produkte vor allem in der Onkologie.

Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies wird verkauft

Fest steht: Im Zuge der Umstrukturierung trennt sich das Unternehmen auch von seiner Tochtergesellschaft JPT Peptide Technologies. Die werde nun von der Dubag Group aus München inklusive der gesamten Belegschaft mit rund 130 Stellen übernommen. JPT gelte als führender internationaler Anbieter peptidbasierter Dienstleistungen für Forschung und Entwicklung.

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