Doch damit ihr Genuss nicht im Krankenhaus oder gar tödlich endet, braucht es viel Erfahrung. Denn oft kommt es auf die Details an: Die Farbe von Stiel oder Hut, die Form und Beschaffenheit aller Teile oder auch den Geruch.
Ein Wald ohne Pilze kann genauso wenig existieren wie ein Wald ohne Bäume.
Pilzsammel-Neulinge sind gut beraten, wenn sie bevorzugt Röhren- statt Lamellenpilze sammeln. Denn darunter gibt es keine tödlichen. Aber auch sie können giftig genug sein, um schwere Magen-Darm-Beschwerden zu verursachen.
Auch Speisepilze können Probleme verursachen
Die meisten Probleme verursachen jedoch überraschenderweise die Speisepilze, weiß Volker Westermann vom Landesforsten Rheinland-Pfalz:
Wenn sie beim Sammeln oder nach dem Aufbewahren nicht mehr knackig-frisch sind, sondern schon schmierig oder weich, können auch sie für starke Magenschmerzen, Fieber und Durchfälle sorgen.
Apps bieten keine hundertprozentige Sicherheit
Auf Pilzsammel-Apps sollte man sich nicht verlassen, denn auch wenn sie immer treffsicherer werden, übersehen sie oft Details. Wer unsicher ist, kann seine gesammelten Pilze einem Experten, beispielsweise bei einer Pilzberatungsstelle zeigen, bevor sie verzehrt werden.
Drei Tage Halluzinationen Frau in Karlsruhe schwer vergiftet: Experten warnen vor psychoaktiven Pilzen
Nach einem schweren Fall von Pantherpilz-Vergiftung in Karlsruhe warnen Experten vor dem Konsum von psychoaktiven Pilzen. Eine Frau wollte Fliegenpilze konsumieren, war aber an eine andere Sorte geraten.