Nach der Kündigung des Chefarztes der Notaufnahme Albstadt, hat das Zollernalb Klinikum die Notfallversorgung von Patienten neu aufgestellt. Die neuen Regelungen sollen am 6. Mai in Kraft treten. Am Standort Albstadt gibt es noch spezialisierte Notfallangebote. Die dortige Zentrale Notaufnahme (ZNA) wird zu einer internistischen Notaufnahme. Balingen soll laut Klinik bald eine höhere Notfallstufe erhalten und dann eine erweiterte Notfallversorgung anbieten können.
Albstadt ist spezialisiert, Balingen breiter aufgestellt
Patienten mit einem Schlaganfall oder einer Lungenerkrankung werden laut Klinik im Notfall grundsätzlich im Krankenhaus in Albstadt behandelt und das rund um die Uhr. Der Klinikstandort ist darauf spezialisiert. Auch bei bestimmten anderen internistischen Erkrankungen, also Erkrankungen der inneren Organe, finden Patienten in der Notaufnahme Albstadt eine Anlaufstelle. Allerdings nur unter der Woche und bis 16 Uhr.
Danach und bei fast allen anderen Notfällen ist die Zentrale Notaufnahme des Klinikums in Balingen zuständig – unter anderem bei gynäkologischen und chirurgischen Notfällen, blutenden Verletzungen oder Brüchen. Die Chirurgie ist schon vor einiger Zeit komplett nach Balingen verlegt worden.
Notaufnahme läuft nur mit Unterstützung von Leihkräften
Ursprünglich hatte die Klinik schon für April Änderungen angekündigt, man habe jedoch keine Schnellschussentscheidungen treffen wollen. Eine Arbeitsgruppe hatte sich über mehrere Wochen intensiv mit der Neuausrichtung befasst. Notwendig ist sie laut Klinik aufgrund komplexer gesetzlicher Vorschriften, vor allem aber wegen der Personallage. Neben den eigenen Klinikmitarbeitenden sei man auf Leihkräfte angewiesen, um die Versorgung in Albstadt sicherzustellen.