Schwarze Streifen ziehen sich durch die Felder. Doch der Pilz sitzt außen, daher machen sich die Landwirte auf der Ostalb keine Sorgen um ihr Getreide. Bisher lief die Ernte gut, wenn sie jetzt den Rest einbringen können und die Qualität stimmt, sind sie zufrieden.
Im Frühjahr und Sommer hat es schlecht ausgesehen. Doch jetzt hat es bisher ordentliche Erträge gegeben.
Hubert Kucher, Präsident des Bauernverbandes Ostalb-Heidenheim, ist selbst verwundert. "Im Frühjahr und Sommer hat es schlecht ausgesehen. Doch jetzt hat es bisher ordentliche Erträge gegeben".
Schwierige Bedingungen für die Bauern: zu trocken und zu nass
Die Monate März und April waren zu trocken, da war es schwierig zu düngen. Im Mai und Juni hat es mehr geregnet, aber noch nicht ausreichend, um die Trockenheit auszugleichen. Allerdings, dadurch hätten die Pflanzen tiefer gewurzelt, erklärt Tomma Bieling vom Geschäftsbereich Landwirtschaft am Landratsamt des Ostalbkreises.
Davon haben die Pflanzen durchaus profitiert. Der Juni war heiß und trocken, was gut war für die Heuernte, aber schlecht für den Mais. Dann kam der Regen, über den hat sich der Mais wiederum gefreut, während das Getreide reif auf den Feldern stand und nicht geerntet werden konnte.
Bauern hoffen auf trockenes Wetter für die Getreideernte
Bieling und Kucher hoffen, dass es jetzt die nächsten zehn bis vierzehn Tage trocken bleibt, damit das Getreide eingebracht werden kann. Ob die Qualität gut genug ist, weiß man erst, wenn die Ernte rum ist. Back- oder Futterqualität, das wird sich dann zeigen.
Bilanz: Bisher ein gutes Erntejahr
Das bisherige Fazit von Tomma Bieling fällt positiv aus: "Es ist ein gutes Jahr mit durchaus zufriedenstellendem Ergebnis, bisher. Wir hoffen auf entsprechende Erträge bei der restlichen Ernte."
Matinee Ährensache – Weizen
Weizen gehört zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln weltweit. Die Matinee gibt den Ähren die Ehre und folgt den Spuren des nahrhaften Getreides in Geschichte und Gegenwart. Sonntagsfeuilleton mit Monika Kursawe.
Noch steht der Mais auf den Feldern. Auch hier ist Hubert Kucher zuversichtlich. "Wir werden einen Spitzen-Silomais ernten, von den Nährstoffen her. Von der Menge her wird es beim Mais aber ähnlich viel sein wie früher."