Die Feuerwehren im Land können aufatmen: Nachdem der zu trockene April das Waldbrandrisiko zuletzt verschärft hatte, entspannt sich die Situation in den kommenden Tagen. Spätestens mit den vorausgesagten Schauern am Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Gefahrenindex für Baden-Württemberg einen Rückgang auf die niedrigste Stufe - eine sehr geringe Gefahr. Noch am Sonntag hatte der Index an fast jeder zweiten der rund 60 Stationen eine hohe Waldbrandgefahr ergeben.
Waldbrandgefahr - nach zu trockenem April
Mehrere Vegetations- und Waldbrände hatten die Feuerwehren in den vergangenen Wochen beschäftigt. Am vergangenen Samstag hatte ein Vegetationsbrand auf einem Parkplatz am Cannstatter Wasen für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Dazu mussten am Abend Einsatzkräfte in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) verhindern, dass sich der Brand von Gestrüpp und Unterholz am Rand der Landesstraße 1.141 auf ein angrenzendes Waldgebiet übergreift.
Bereits am Wochenende zuvor musste die Feuerwehr in Stuttgart einen Brand auf einer Fläche von 6.500 Quadratmetern in einem Waldgebiet löschen. Am selben Wochenende brannten 1.200 Quadratmeter Wald in Hügelsheim (Kreis Rastatt) - am Rande des Geländes des Baden-Airparks.
Kühleres und regnerisches Wetter erschwert Waldbrände
In den kommenden Tagen sollen häufiger Schauer, Gewitter und deutlich kühlere Luft in die Region ziehen. Nach erstem Regen am Dienstag wird für Mittwoch mit wiederholten Schauern und Gewittern gerechnet. Auch die Temperaturen gehen zurück.
Damit sinkt dann auch die Waldbrandgefahr auf die geringste Stufe. Ausnahmen sind am Dienstag noch Messstationen in Laupheim und Altheim im Kreis Biberach, Pfullendorf (Kreis Sigmaringen), Weingarten und Leutkirch-Haralzhofen im Kreis Ravensburg, Singen (Kreis Kostanz), Konstanz, Friedrichshafen-Unterraderach (Bodenseekreis) sowie Wutöschingen-Ofteringen (Kreis Waldshut). Dort besteht noch eine mittlere Gefahr. Im Lauf der Woche sinkt das Risiko auch dort.
Der DWD bewertet die Waldbrandgefahr auf der Skala von eins (sehr geringe Gefahr) bis Stufe fünf (sehr hohe Gefahr). In die Bewertung fließen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Waldbrände sind laut Fachleuten vor allem menschengemacht - etwa durch achtlos weggeworfene Zigaretten, das Entzünden von Lagerfeuern oder mutwillig.