Online-Banking, Weinlesefest, Zeitumstellung

Das wird wichtig in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Oktober

Der Oktober bringt gleich mehrere Termine und wichtige Änderungen für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Auch die Uhr wird zum Ende des Monats wieder um eine Stunde zurückgedreht. Bundesweit gibt es wichtige Neuerungen.

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Stand

Von Autor/in Christian Papadopoulos, Bettina Gall

Deutsches Weinlesefest in Neustadt/Weinstraße

Vom 26. September bis zum 13. Oktober steigt in Neustadt an der Weinstraße wieder das Deutsche Weinlesefest.

Es ist der Höhepunkt der Pfälzer Weinfestsaison und zieht die Weinliebhaber magisch an. Die "Haiselscher", das gastfreundliche Pfälzer Weindorf, verbreiten ausgelassene Stimmung bei Neuem Wein und Pfälzer Spezialitäten.

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In festlicher Atmosphäre wurden am 26. September im Neustadter Saalbau die königlichen Weinhoheiten gekrönt: Anna Zenz aus dem Anbaugebiet Mosel wurde zur 77. Deutschen Weinkönigin gewählt. Sie vertritt nun ein Jahr lang den deutschen Wein - im In- und Ausland. In diesem Jahr hatte sich zum ersten Mal auch ein Mann für das Finale qualifiziert. Daher hieß der Wettbewerb auch "Wahl der Deutschen Weinmajestät" statt Weinkönigin. Bei einem Sieg wäre Levin McKenzie der erste "Deutsche Weinkönig" gewesen.

Neustadt an der Weinstraße

Vier Kandidatinnen und ein Mann im Rennen Anna Zenz von der Mosel ist die 77. Deutsche Weinkönigin

Die 77. Deutsche Weinkönigin heißt Anna Zenz und stammt aus dem Anbaugebiet Mosel. Sie repräsentiert als Weinkönigin nun ein Jahr lang den deutschen Wein.

Wahl der Deutschen Weinmajestät - Das Finale SWR

Auf dem größten Winzerfestumzug Deutschlands am 12. Oktober in Neustadt präsentieren sich die neu gewählten Weinhoheiten inmitten von stimmungsvollen Musikantengruppen und stolzen Prunkwagen ihrem Volk.

Eine Übersicht mit weiteren Weinfesten in Rheinland-Pfalz in diesem Herbst finden Sie hier.

Bluesfestival in Kaiserslautern

Ganz im Zeichen des Blues steht die Kulturhalle Kammgarn in Kaiserslautern vom 9. bis 11. Oktober. Als Interpreten treten Philipp Fankhauser, Shemekia Copeland, Thomas Blugs BLUESANARCHIE feat. Kurt Landry & Rudi Spiller, die Ally Venable Band, The Zac Schulze Gang, The Cinelli Brothers und Alice Armstrong auf. Die Veranstaltung ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz.

Neues Bestattungsgesetz in RLP tritt in Kraft

Es ist nach wir vor umstritten - das neue Bestattungsgesetz der Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz. Doch im September wurde es vom Landtag nach kontroverser Debatte verabschiedet. Jetzt ist es in Kraft.

Das Gesetz erlaubt künftig zum Beispiel das Verstreuen von Asche im eigenen Garten und in Flüssen wie Rhein und Mosel oder die Herstellung von Schmuck aus Asche. Auch eine Tuchbestattung ohne Sarg ist nun zulässig, und die Bestattungsformen können individueller gestaltet werden, sofern sie von einem ausgebildeten Bestatter durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass der oder die Verstorbene bereits zu Lebzeiten schriftlich festgelegt hat, wie er oder sie bestattet werden möchte. Andernfalls bleibt es bei der herkömmlichen Beisetzung auf dem Friedhof in einem Sarg.

Wie die Regeln im Detail aussehen und was die Opposition und die Kirchen in Rheinland-Pfalz an der Novelle stört, lesen Sie hier:

Rheinland-Pfalz

Flussbestattungen oder die Urne zuhause Bestattung in Rheinland-Pfalz: Das gilt ab jetzt

Rheinland-Pfalz reformiert das Bestattungsgesetz. Entscheidend: Zu Lebzeiten müssen Verstorbene ihren Willen klar schriftlich festlegen. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Werbung für den Polizeiberuf bei der "Nacht der Bewerber"

Die Veranstaltung am Donnerstag, 2. Oktober, richtet sich an alle, die Interesse an einer Ausbildung oder einem Bachelorstudium bei der Polizei Baden-Württemberg haben. Zwischen 17 und 21 Uhr können junge Menschen mit oder Begleitpersonen in die Aufgabengebiete der Schutz- und Kriminalpolizei eintauchen. Ihnen wird gezeigt, wie Polizeihunde Betäubungsmittel und Waffen erschnüffeln oder wie die Kriminaltechnik Spuren auswertet.

VGH entscheidet über Corona-Soforthilfen

Während der Corona-Pandemie haben viele Selbstständige und Kleinbetriebe Hilfen vom Land Baden-Württemberg bekommen. Später mussten sie belegen, dass ihre Einnahmeausfälle tatsächlich so hoch waren wie während des Lockdowns geschätzt. Viele sollen die Unterstützung teilweise oder komplett zurückzahlen - nicht alle sehen sich dazu in der Lage. Nun hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg für den 2. und 7. Oktober Verhandlungstermine über einzelne solcher Fälle angesetzt. Unklar ist noch, ob diese Entscheidungen Mustercharakter haben werden.

Wirtschaftsgipfel BW - EU in Brüssel

Am 1. und 2. Oktober findet in Brüssel der jährliche Wirtschaftsgipfel Baden-Württemberg - EU statt. Dem Landeswirtschaftsministerium zufolge bildet das Treffen eine Plattform für den Austausch zwischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Baden-Württemberg und den europäischen Institutionen. Im Mittelpunkt stehe die Frage: "Was bedeuten die neuen wirtschaftlichen und politischen Realitäten für den Standort Europa – und welchen Beitrag kann Baden-Württemberg leisten?"

Jugendlandtag in Stuttgart

Am 15. und 16. Oktober kommen junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren aus ganz Baden-Württemberg im Landtag in Stuttgart zusammen. Beim Jugendlandtag geht es darum, gemeinsam zu diskutieren und Forderungen zu erarbeiten und diese gegenüber den Landtagsabgeordneten zu vertreten. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Bildung, Mobilität und Zukunftschancen. Vorgesehen ist auch ein Abendessen mit Spitzenpolitikern und -politikerinnen aus Baden-Württemberg.

Superschnelle Online-Überweisungen ohne Aufpreis

Ab dem 9. Oktober können alle Bankkunden im Euro-Raum innerhalb von Sekunden Geld verschicken - und das ohne Aufpreis im Vergleich zu normalen Überweisungen. Das regelt eine EU-Verordnung. Diese sah bereits zum 9. Januar Änderungen vor: Seitdem mussten alle Banken in der Lage sein, Echtzeit-Überweisungen zu empfangen. Nun wird auch die Option, Geld blitzschnell zu verschicken, zur Pflicht. Ab 9. Juli 2027 wird das Angebot von Echtzeit-Überweisungen auf die gesamte EU ausgeweitet - also auch auf Länder, die noch nicht den Euro als Währung eingeführt haben.

Vorteil für die Bankkunden: Überweisungen werden direkt ausgeführt, sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag. Auch an Sonn- und Feiertagen gibt es somit keine Wartezeiten mehr. Das Geld wird unmittelbar auf das Konto des Empfängers gebucht.  

Wer bislang auf Schnelligkeit angewiesen war, konnte bereits Sofortüberweisungen tätigen, allerdings oft zu hohen Kosten. Die Gebühren wurden pro Überweisung fällig und unterschieden sich von Bank zu Bank.

Mehr Schutz beim Online-Banking

Ebenfalls ab dem 9. Oktober müssen Banken prüfen, ob Empfängername und IBAN übereinstimmen. Das Ergebnis wird dem Auftraggebenden innerhalb von Sekunden angezeigt, bevor er die Zahlung endgültig freigibt. So sinkt das Risiko für Betrug und Tippfehler.

Konkret wird Ihnen beim Onlinebanking eine Ampelfarbe angezeigt, nachdem Sie den Namen des Empfängers und die IBAN eingegeben haben.

  • Grün steht für "Match": Die Angaben stimmen überein
  • Gelb für "Close Match": Die Angaben stimmen nahezu überein
  • Rot für "No Match": Die Angaben stimmen nicht überein.

Manche Banken werden bei der Empfängerprüfung auch mit Emojis statt Farben arbeiten. Sollten Zweifel auftauchen, ob es sich um den korrekten Empfänger handelt, entscheiden Sie selbst, ob Sie die Überweisung dennoch durchführen. Und so funktionieren Echtzeit-Überweisung und IBAN-Kontrolle genau.

Änderungen ab 9. Oktober Echtzeitüberweisung und Empfängerüberprüfung: Neuigkeiten fürs Online-Banking

Ab dem 9. Oktober gelten neue Regeln für Überweisungen. Welche Risiken stecken in Echtzeitüberweisungen? Und was ändert sich durch die Überprüfung von IBAN und Name des Empfängers?

SWR1 Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Elektronische Patientenakte wird für Praxen und Kliniken zur Pflicht

Eingeführt wurde sie bereits Ende April. Nun wird sie zur Pflicht: Ärztinnen und Ärzte müssen ab Oktober Diagnosen und Befunde in die elektronische Patientenakte (ePA) eintragen. Das soll den Datenaustausch zwischen Praxen, Kliniken und Apotheken erleichtern.

Mit dem Einlesen Ihrer Gesundheitskarte in einer Praxis oder einer anderen medizinischen Einrichtung erhalten Ärzte die Berechtigung, auf Ihre ePA zuzugreifen. Die Zugriffsberechtigung gilt für 90 Tage. Sie können dies jedoch auch verweigern.

Patienten, die die vollen Möglichkeiten der ePA nutzen wollen, benötigen die dazugehörige App ihrer Krankenkasse auf dem Smartphone. Mit der App können sie ihre ePA einsehen und steuern, welche Einträge für welche Personen und Einrichtungen einsehbar sind oder nicht. Wer die App nicht nutzt, hat diese Möglichkeit nicht. In diesem Fall sind alle gesundheitsrelevanten Informationen für jede Praxis, jedes Krankenhaus und jede Apotheke sichtbar, wenn die Krankenkassenkarte eingelesen wird.

Alle gesetzlich Versicherten haben Anspruch auf eine ePA. Privat Versicherte können sie bei ihrer Krankenversicherung beantragen. Wer keine ePA möchte, kann der Nutzung widersprechen - entweder generell oder für bestimmte Bereiche.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es, für gesetzlich Versicherte sei die elektronische Patientenakte Pflicht. Das stimmt nicht. Zur Pflicht wird die ePA nur für Ärzte. Patienten haben Anspruch auf eine ePA, können gegen das Anlegen einer eigenen ePA aber auch Widerspruch einlegen. Für Versicherte bleibt die ePA also freiwillig. Außerdem hieß es, die ePA sei auf der Krankenkassenkarte gespeichert. Das stimmt so nicht. Das Bundesgesundheitsministerium schreibt dazu: "Die Daten werden auf sicheren Servern innerhalb der Telematikinfrastruktur gespeichert und in der ePA verschlüsselt abgelegt."

Rheinland-Pfalz

Digitaler Gesundheitsordner Elektronische Patientenakte jetzt Pflicht für Ärzte - was Sie über die ePA wissen müssen

Eingeführt wurde sie bereits Ende April. Nun ist sie Pflicht: Ärztinnen und Ärzte müssen ab dem 1. Oktober Patienteninfos in die elektronische Patientenakte (ePA) eintragen.

Kostenloser Support für Windows 10 endet doch nicht

Am 14. Oktober sollte der kostenlose Support für Windows 10 enden - ein Einfallstor für Hacker. Sicherheitsupdates wollte sich der Konzern teuer bezahlen lassen. Kurz vor Toresschluss aber die Wende: Für alle Windows 10-Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum gibt es noch ein Jahr länger Gratis-Updates. Jedoch nur unter einer Bedingung: Wer kostenlos ein Update erhalten will, muss sich einen Microsoft-Account zulegen. Alle Infos dazu finden Sie hier:

Für Privatnutzer in der EU Windows 10: Update-Frist um ein Jahr verlängert - was tun?

Der Support wäre eigentlich ausgelaufen: Für alle Windows 10-Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum gibt es aber ein Jahr länger Gratis-Updates - allerdings unter einer Bedingung.

Kaffee oder Tee SWR

Digitale Passkontrolle für Nicht-EU-Bürger

Ab dem 12. Oktober ersetzt ein elektronisches Grenzsystem den Passstempel für Nicht-EU-Bürger. Fingerabdrücke und Gesichtsbilder werden digital erfasst. Für die Umstellung ist eine sechsmonatige Übergangsphase vorgesehen.

Uhren werden wieder zurückgedreht

Alle Jahre wieder: In der Nacht zum 26. Oktober beginnt die sogenannte Europäische Normalzeit, im Volksmund Winterzeit genannt: Die Uhren werden von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Es wird uns also gefühlt eine Stunde geschenkt. Alle wichtigen Infos dazu haben wir hier zusammengestellt:

Deutschland

Eselsbrücke, Argumente, Abschaffung Winterzeit: Das müsst ihr zur Zeitumstellung am Sonntag wissen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr wieder eine Stunde zurückgestellt auf Winterzeit. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu gibt es hier.

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

Südwesten

Warntag, Wahlen, Urteil nach Messerangriff Das wird im September in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wichtig

Ob der bundesweite Warntag oder die bevorstehenden OB-Wahlen - im September steht im Südwesten einiges an. Was den Monat sonst noch wichtig wird, haben wir für Euch zusammengefasst.

Digitale Passbilder, Update für Berufsausbildungen und Bundesliga-Start Das wird im August wichtig in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Was bringt der August Neues, was ändert sich, was ist wichtig für die Menschen im Südwesten? Wir liefern Ihnen einen kompakten Überblick.

Sommerferien, höherer Mindestlohn in Pflege, Frist für Steuererklärung Das wird im Juli in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wichtig

Die Sommerferien stehen vor der Tür, der Paketversand ins Ausland wird teurer, die Frist für die Steuererklärung läuft ab und Pflegefachkräfte bekommen mehr Geld.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Christian Papadopoulos
Bettina Gall
SWR-Redakteurin Bettina Gall Autorin Bild

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