Einziger Wahlkampfauftritt in RLP

AfD-Kanzlerkandidatin Weidel unterstreicht in Kusel nationalen Kurs

Mit Jubel und Deutschlandflaggen ist AfD-Kanzlerkandidatin Weidel in Kusel vom Publikum empfangen worden. Migration und Verteidigung waren zwei ihrer großen Themen bei dem Wahlkampfauftritt. Vor der Halle demonstrierten Hunderte gegen Weidel.

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Stand

Rund 700 Menschen feierten am Samstagabend in Kusel die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel mit "Alice"-Rufen und winkenden Deutschlandflaggen. Sie sagte, in einer von ihr geführten Bundesregierung werde es "keine finanzielle Unterstützung für Kriegstreiberei mehr geben". Es würden "keine Waffen in Kriegsgebiete geliefert, das werden wir nicht mitmachen". 

Weidel will die Bundeswehr "ertüchtigen"

Man sei bereit, die Bundeswehr zu "ertüchtigen". Das Land solle wieder zur Landesverteidigung und zur Erfüllung der deutschen Bündnisverpflichtungen fähig sein. "Aber wir werden uns nicht mehr vor das Kanonenrohr anderer Mächte spannen lassen. Denn wir werden nur die nationalen Interessen vertreten." 

Zuvor hatte sie bekräftigt, Deutschland werde unter einer AfD-Regierung aus dem Pariser Klimaabkommen und aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) austreten. Und am ersten Tag im Amt die deutschen Grenzen schließen. "Wir werden jeden Illegalen, der hier rein will, konsequent zurückweisen und wir werden an alle Welt verkünden: Die deutschen Grenzen sind dicht."

Friedlicher Protest gegen die AfD vor der Halle

Vor der Halle versammelten sich Demonstranten zu einer Protestkundgebung. Das Motto lautete: "Klare Kante gegen Rechts - Kusel bleibt stabil". "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir die AfD nicht als demokratische Partei akzeptieren", sagte Versammlungsleiter Hans-Christian von Steinaecker vom "Bündnis für Demokratie im Landkreis Kusel". Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 600, die Veranstalter sprachen von 1.000 Demonstranten. Nach Angaben der Polizei verlief die Aktion friedlich.

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Die AfD wird derzeit vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistischer "Verdachtsfall" betrachtet. Die Verfassungsschutzämter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt stufen die dortigen Landesverbände der Partei als gesichert rechtsextremistisch ein. Die Nachwuchsorganisation der Partei, Junge Alternative (JA), wird vom Verfassungsschutz ebenfalls als gesichert rechtsextrem klassifiziert.

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SWR