Der Notdienst werde aber auf jeden Fall gewährleistet, hatte der Geschäftsführer des Landes-Apotheker-Verbandes, Peter Schreiber, vorab betont. Nach seinen Angaben ist Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich von der Apothekenkrise betroffen. 99 Geschäfte hätten in den vergangenen drei Jahren dichtmachen müssen.
Zentrale Kundgebungen in mehreren Städten
Bundesweit gab es zentrale Demonstrationen, etwa in Berlin, Düsseldorf und München. Busse brachten Apothekerinnen und Apotheker zu den Veranstaltungen.
Bundesweiter Protesttag Apotheken bleiben vielerorts geschlossen
Seit Jahren kämpfen sie um höhere Vergütungen. Nun wollen die Apotheker den Druck auf die Regierung erhöhen. An dem heutigen Protesttag sollen viele Apotheken geschlossen bleiben.
Apotheken wollen höhere Zuschläge für Medikamente
Hintergrund der Proteste ist laut Apothekerverband eine seit mehr als 13 Jahren ausbleibende Anpassung des Apothekenhonorars. Dabei bekommen Apotheken einen fixen Zuschlag bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Die Branche will mit den Protesten bei der Bundesregierung erneut Druck machen. Den Apothekerinnen und Apothekern geht es darum, einen lange nicht erhöhten Fixbestandteil des Honorars von 8,35 Euro pro Packung auf 9,50 Euro anzuheben. Union und SPD hatten dies im Koalitionsvertrag vereinbart, die Umsetzung dann aber wegen der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen zurückgestellt.
Ohne Erhöhung ginge das bundesweite Apothekensterben weiter, so der Verband. Die Apotheker beklagen außerdem gestiegene Kosten und eine zunehmende Konkurrenz im Online-Handel.
Bundesregierung kündigt neue Verordnung an
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte jedoch kürzlich an, die Erhöhung jetzt anzugehen und im Frühjahr eine Verordnung vorzulegen. Die Zahl der Apotheken schrumpft seit Längerem. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit noch 16.601 Apotheken, 440 weniger als zum Ende des Vorjahres.