Kriegsfeld, Donnersbergkreis - in dem beschaulichen Ort hatte die Bundeswehr bis 2010 ein Munitionsdepot betrieben. Schon länger gibt es Pläne, es wiederzubeleben. Allerdings wird das dauern - 2026 soll Baubeginn sein, im Jahr 2028 soll das Depot wieder komplett in Betrieb sein.
Kosten für Depot in Kriegsfeld steigen deutlich
Aber die Kosten explodieren: Ursprünglich war von 70 Millionen Euro die Rede - jetzt heißt es, die Reaktivierung werde rund 250 Millionen Euro kosten. Ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr sagte, die Planungen stammten noch aus dem Jahr 2020. In der Zwischenzeit sei aber "der Baubedarf gestiegen".
Kriegsfeld ist kein Einzelfall. Die Bundeswehr will in alle 25 Standorte in Rheinland-Pfalz in den nächsten fünf Jahren investieren - rund 1,6 Milliarden Euro. Gearbeitet wird zum Beispiel am Fliegerhorst Büchel. In Kusel könnte die alte Kaserne wieder hergerichtet werden. Auch die Standorte in Germersheim und Zweibrücken sollen modernisiert werden.
Sanierung wird teurer und ist nicht bis 2028 fertig Warum die Bundeswehr für ein Munitionslager am Donnersberg länger braucht
Bis Ende April 2028 wollte die Bundeswehr eigentlich nach Kriegsfeld zurückkehren. Doch bis ein ehemaliges Munitionsdepot wieder in Betrieb genommen werden kann, dauert es länger.
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