Anm. d. Red.: Die Wahl ist mittlerweile entschieden und Rainer Guth (Parteilos) bleibt weitere acht Jahre Landrat im Donnersbergkreis. Hier lesen Sie unseren Artikel dazu:
Kusel, Donnersbergkreis und Südwestpfalz Landratswahlen in der Westpfalz: Ganster und Guth siegen, Stichwahl in Kusel
Zeitgleich zur Bundestagswahl fanden in den Kreisen Kusel, Donnersberg und Südwestpfalz auch Landratswahlen statt. So haben die Menschen gewählt.
Im Folgenden Teil dieses Artikels finden Sie den Stand vor der Wahl am 23. Februar 2025:
Rund 60.000 Menschen im Donnersbergkreis sind dazu aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Denn alle acht Jahre findet solch eine Wahl statt. Die Wahl des Landrats beziehungsweise der Landrätin ist eine absolute Mehrheitswahl. Bedeutet: Wird diese im ersten Wahlgang verfehlt, muss eine Stichwahl her. Die Bewerber mit den zwei meisten Stimmen treten dann erneut an. Zum Auftakt stehen im Donnersbergkreis am 23. Februar diese drei Kandidaten zur Wahl.
Amtierender Landrat im Donnersbergkreis: Rainer Guth
Seit 2017 ist Rainer Guth (Parteilos) aus Eisenberg Landrat im Donnersbergkreis. Der 55-Jährige wird von CDU und FWG unterstützt. Er möchte das Landratsamt erneut für sich entscheiden. Der diplomierte Forst- und Wirtschaftsingenieur betont die Zusammenarbeit mit anderen Kreisen in seiner Amtszeit. Als Beispiel nennt er die medizinische Versorgung.
"Wir haben den Rettungshubschrauber in die Pfalz gebracht und etabliert. Außerdem haben wir den Verein Ärzte für die Westpfalz gegründet", so Guth. Mit dem Verein soll dem Ärztemangel im ländlichen Raum etwas entgegengesetzt werden. Bei einer Wiederwahl steht die Zellertalbahn im Fokus. Die Bahnstrecke zwischen Langmeil und Monsheim soll reaktiviert werden. Auch der Breitbandausbau und die Stärkung von Kitas sieht Guth als wichtige Ziele.
Landratswahl im Donnersbergkreis: Kandidatin Jaqueline Rauschkolb
Mit dem Thema Familie will auch Jaqueline Rauschkolb (SPD) punkten und die erste Landrätin im Donnersbergkreis werden. Die 37-Jährige aus Eisenberg ist seit 2014 Mitglied im rheinland-pfälzischen Landtag und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Parallel dazu ist sie auch politisch im Donnersbergkreis aktiv. Doch warum soll jetzt der Donnersbergkreis vor der Landeshauptstadt stehen?
"Vor Ort kann man viele Dinge konkreter angehen und anders priorisieren. In Mainz werden die Rahmenbedingungen gemacht. Aber wenn es zum Beispiel um Träger von Schulen oder ein Abfallkonzept geht, hat man vor Ort andere Wirkungskräfte", sagt die gelernte Hotelfachfrau. Mehr Räume für Familien und Jugendliche, Mobilität und gute Arbeitsplätze zählt Rauschkolb zu ihren wichtigen Zielen, wenn sie zur Landrätin gewählt wird.
Landratswahl im Donnersbergkreis: Kandidat Alexander Raab
Alexander Raab (Parteilos) aus Würzweiler ist der Dritte im Bunde für das Landratsamt im Donnersbergkreis. Der 59-jährige Vollstreckungsbeamte will seine Erfahrungen aus dem Beruf mit einfließen lassen. "Ich möchte auf die Bürger eingehen. Im Außendienst wird man mit verschiedenen Themen konfrontiert. Und an vielen hat sich meiner Meinung nach nicht viel getan", so Raab.
Er selbst möchte für die ärmeren Gruppen im Donnersbergkreis mehr tun. Als Landrat würde er gerne eine Stiftung gegen Kinder- und Altersarmut gründen. Außerdem zählt Raab zu seinen politischen Zielen eine Wirtschaftsförderung schon in den Schulen und eine offenere Verwaltung für die Bürger im Donnersbergkreis.