"Der Schritt war einfach nötig", sagt MKT-Geschäftsführer Stefan Weustenhagen. Die Stahldübel-Firma im Kreis Kaiserslautern sei stetig gewachsen und die ganzen Mitarbeiter und Maschinen brauchten einfach mehr Platz. Der Geschäftsführer erhofft sich, mit dem neuen Produktionsgebäude geschäftsfähig zu bleiben. Rund 30 Millionen Euro hat die Firma dafür investiert.
MKT, also die Metall-Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG, stellt Stahldübel zum Beispiel für Brücken, Flughäfen oder Hochhaus-Fassaden her. Sie werden also überall dort eingesetzt, wo größere Bauwerke aus Beton entstehen.
Stahldübel aus Weilerbach im Fritz-Walter-Stadion und bei Stuttgart 21
Dafür werden sie dann in die ganze Welt verschickt, so Weustenhagen. Wer zum Beispiel schon einmal im Berliner Olympiastadion war, saß wahrscheinlich auf Sitzen, die mit Stahldübeln aus Weilerbach befestigt waren. Aber auch im Camp Nou, dem Heimstadion des FC Barcelona, bei Stuttgart 21, in einem Tunnel in Australien und natürlich im Fritz-Walter-Stadion sind MKT-Dübel verbaut, weiß der Geschäftsführer.
1990 gründete sich das Weilerbacher Unternehmen mit anfangs nur vier Mitarbeitenden. Mittlerweile ist die Firma auf 250 Angestellte gewachsen. Ein Teil von ihnen ist jetzt in das neue Produktionsgebäude gezogen. Ungefähr 130 Millionen Stahldübel sollen dort jährlich produziert werden. Dübel-Rohlinge werden in den drei neuen Produktionshallen des neuen Gebäudes produziert. Weiterverarbeitet werden sie dann aber weiterhin im alten Produktionsgebäude - direkt auf der anderen Straßenseite.
Neue Arbeitsplätze für die Region Kaiserslautern?
"Möglichkeiten weiter zu wachsen und in eine gute Zukunft zu schauen", erhofft sich Weustenhagen durch die Investition. Das neue Produktionsgebäude der MKT mit seinen drei Produktionshallen ist 15.000 Quadratmeter groß. Damit hat der Stahldübel-Hersteller seine bisherige Fläche nahezu verdoppelt. Mit dem erhofften Wachstum des Unternehmens sollen auch noch neue Arbeitsplätze geschaffen werden, versichert der Geschäftsführer.