In den sozialen Medien kursieren seit gestern Abend zahlreiche Fotos von sich bewegenden Feuerbällen am Himmel über der Westpfalz. Viele Nutzer teilen Bilder von orange-roten Feuerbällen, die am nächtlichen Himmel schweben. Manche beunruhigte das, doch es gibt Entwarnung. Niemand muss Angst haben. Für die Neugierigen gibt es hier die Erklärung, was es mit den Feuerbällen auf sich hat.
Keine Ufos: Bundeswehr-Übung in Baumholder als Ursache
Die Erklärung für das Leuchten am Himmel ist sehr irdisch, im Gegensatz zu Ufos: Es war eine ganz normale Nacht-Schießübung der Bundeswehr in Baumholder am Mittwoch. Sobald die Dämmerung einsetzt, kommt bei solchen Übungen oft spezielle Leuchtmunition zum Einsatz. Ziel ist es, das Gelände des Truppenübungsplatzes Baumholder für die Soldaten sichtbar zu machen, teilt die Bundeswehr auf Anfrage des SWR mit. Anders als man vermuten könnte, erstrahlt der Himmel dabei nicht taghell, sondern in einem markanten Orange-Rot. Genau dieses Phänomen – das für viele wie schwebende Feuerbälle wirkte – sorgte am Abend in der gesamten Westpfalz für Aufsehen und zahlreiche Schnappschüsse in den sozialen Medien
"Feuerbälle" am Himmel: Warum bewegten sich die Lichter?
Besonders die Bewegung der Lichter sorgte bei manchen Beobachtern für Fragen. Doch auch hierfür gibt es eine einfache technische Erklärung: Die Leuchtmittel sind an kleinen Fallschirmen befestigt. Diese lassen die Munition nur sehr langsam zu Boden sinken, wodurch das Zielgebiet über einen deutlich längeren Zeitraum gleichmäßig ausgeleuchtet bleibt. Genau dieses verzögerte Absinken erzeugte den Eindruck der am Himmel "stehenden" Feuerbälle.
Bevor die Bundeswehr die Übung bestätigte, schossen die Gerüchte im Netz empor. Zwischenzeitlich wurde spekuliert, ob es Lichtsäulen von Laderampen auf der Air Base sind oder Warnleuchten auf dem Baugelände des neuen US-Medical-Centers in Weilerbach sind.