Nach bisherigen Erkenntnissen kam es am Sonntagabend vor dem Rathaus in Kaiserslautern zu dem Angriff. "Das Opfer hat eine Stichverletzung unterhalb der Brust erlitten", teilte Udo Gehring von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mit. Dabei handele es sich aber um keine schwere Verletzung. "Ihm geht es unter diesen Umständen gut."
Messerangriff am Rathaus wurde zufällig gefilmt
Gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen wird nun wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Auch der Ablauf der Tat, die Vorgeschichte und das Motiv sind Teil der Ermittlungen. Opfer und Täter kannten sich vermutlich flüchtig, teilte Oberstaatsanwalt Gehring mit.
Das Messer, mit dem der 17-Jährige angegriffen hatte, konnten die Ermittler nicht sicherstellen. Dafür sollen aber Aufnahmen von Überwachungskameras der Stadt bei der Aufklärung helfen. Laut Gehring könnten diese Aufnahmen sehr hilfreich sein.
Überwachungskameras in Kaiserslautern noch nicht in Betrieb
Dass es diese Aufnahmen gibt, ist laut Stadt ein großer Zufall. Die Überwachungskameras wurden zwar bereits Anfang des Jahres auf dem Rathausvorplatz angebracht, sind aber eigentlich noch gar nicht offiziell in Betrieb. Vor der Einschaltung müssten noch verschiedene Fragen geklärt werden, teilte zuletzt ein Sprecher der Stadt mit. Am Sonntag habe die Stadt jedoch Testaufnahmen durchgeführt. Damit sollte eine Künstliche Intelligenz trainiert werden, die später automatisiert nach Auffälligkeiten in den Aufnahmen suchen soll.
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Angriff konnte trotz Waffenverbotszone nicht verhindert werden
Neben den geplanten Überwachungskameras auf dem Rathausvorplatz soll seit Mai auch eine sogenannte Waffenverbotszone die Sicherheit in der Kaiserslauterer Innenstadt erhöhen. Dort können die Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt häufiger und ohne konkreten Anlass Kontrollen durchführen. Neben dem Vorfall am Sonntag hatte es in den vergangenen Monaten mehrfach Angriffe mit Messern in Kaiserslautern gegeben. Im Februar war ein 22-Jähriger an Stichverletzungen gestorben.