Warnung vor manipulierten Fotos und Infos

Wie Falschmeldungen über Vermisste die Polizei Koblenz behindern

In den sozialen Netzwerken kursieren Falschmeldungen über vermisste Menschen. Das Polizeipräsidium Koblenz warnt davor, die Fake-News zu verbreiten und erklärt, was sie dagegen tut.

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Falschmeldungen in sozialen Netzwerken sind immer öfter ein Problem, gerade im Zusammenhang mit der Suche nach vermissten Menschen und mit Öffentlichkeitsfahndungen der Polizei. Das beklagt das Polizeipräsidium Koblenz. Demanch werden bei den Falschmeldungen oft Bilder und Informationen manipuliert, die von der Polizei veröffentlicht wurden. Und sie werden teilweise mit spektakulären, aber frei erfundenen Geschichten versehen.

Oft enthalten diese Beiträge zudem auch Bilder von Tatorten oder Polizeieinsätzen, die keinen Zusammenhang mit den vermissten Personen haben. Die Polizei in Koblenz warnt eindringlich vor der Verbreitung solcher Inhalte.

Polizeipräsidium Koblenz: Öffentlichkeitsfahndung ist wichtig

Die Öffentlichkeitsfahndung ist ein wichtiges Mittel, um vermisste Menschen zu finden oder Straftäter zu ermitteln, heißt es von der Polizei Koblenz. Sie ergänzt die Ermittlungen und dient auch zur Abwehr von Gefahren. Dabei nutzt das Polizeipräsidium Koblenz seine eigenen offiziellen Kanäle in den sozialen Medien, um verlässliche Informationen zu veröffentlichen. Etwa über zwei 14 und 16 Jahre alte Schwestern, die in Montabaur vermisst werden.

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Polizei warnt vor ungesicherten Informationen

Die Hinweise aus der Bevölkerung, die über diese Kanäle eingehen, werden den Angaben zufolge sorgfältig geprüft und verfolgt. Die Polizei in Koblenz betont aber, dass sie grundsätzlich keine zusätzlichen Informationen zu den Vermissten-Fällen preisgibt, die sie veröffentlicht. Und auch nichts zu den Umständen des Verschwindens sagt. Es sei denn, diese sind für die Fahndung relevant.

Wie sollen die Bürger reagieren?

Wenn ungesicherte Informationen oder Falschmeldungen verbreitet werden, kann das die Ermittlungen erheblich erschweren - und in einigen Fällen sogar die Sicherheit der Betroffenen gefährden.

Die Polizei appelliert deshalb an die Bevölkerung, Falschmeldungen nicht zu verbreiten. Stattdessen sollten die Bürgerinnen und Bürger ausschließlich die offiziellen Kanäle der Polizei in den sozialen Medien nutzen, um Informationen zu erhalten oder Hinweise zu geben.

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