Eine erfahrene Sondengängerin hatte die Barren 2020 zufällig mit einem Metalldetektor in einem Wald bei Speyer entdeckt. Daraufhin informierte sie die Landesarchäologie Speyer. Dadurch konnten die Barren geborgen und ihre Lage untersucht werden. Der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) zufolge ist das besonders, weil bisher nur wenige solcher Funde in der Region gesichert archäologisch dokumentiert werden konnten. Die Barren sind bisher nicht restauriert worden, was laut GDKE für wissenschaftliche Untersuchungen entscheidend ist.
Eisenbarren stammen aus vorrömischer Eisenzeit
Die Barren wurden in Zusammenarbeit mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie (CEZA) in Mannheim untersucht. Laut dem GDKE sind die Eisenbarren auffällig einheitlich in ihrer Form, Größe und dem Gewicht und könnten aus einer einzigen Schmiedewerkstatt stammen. Deshalb gehen die Archäologen davon aus, dass die Barren standardisierte Handelsprodukte waren und damit frühe Wirtschaftsstrukturen in der Region belegen. Dadurch gewährt der Fund einen Einblick in die Rohstoffgewinnung und den überregionalen Handel in der vorrömischen Eisenzeit.
Fund wird in Mainz ausgestellt
Der Fund wird jetzt als Teil der Präsentationsreihe "Schaufenster der GDKE" im Landesmuseum Mainz ausgestellt.