Anfang des Jahres hatte die BASF angekündigt, 4.400 Wohnungen in Ludwigshafen und der Region verkaufen zu wollen. Hintergrund sei, dass sich die BASF auf ihr Kerngeschäft konzentrieren wolle - Produktion und Verkauf von Chemikalien.
BASF verkauft 4.400 Wohnungen Verkauf der BASF-Wohnungen in Ludwigshafen: So geht es den Mietern
Die BASF verkauft 4.400 Wohnungen. Die Stadt Ludwigshafen will, dass die kommunale Wohnbaugesellschafft GAG als Käuferin einspringt. Doch die internationale Konkurrenz ist groß.
Jetzt rudert die BASF zurück: Nur noch 1.100 Wohnungen des Unternehmens stehen zum Verkauf. Das teilte die BASF am Donnerstag mit. "Wir sehen uns in der Verantwortung, wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen zu treffen", sagte der Leiter des BASF-Werks in Ludwigshafen laut einer Mitteilung. "Ein nicht wertsteigernder Verkauf ist daher keine Option für uns. Aus diesem Grund setzen wir den Prozess bis auf Weiteres aus und beobachten die Marktentwicklung.“
Ludwigshafen: OB Blettner reagiert erleichtert
Auch die Stadt Ludwigshafen und der Rhein-Pfalz-Kreis hatten Interesse am Kauf der Wohnungen. Klaus Blettner (CDU), Oberbürgermeister von Ludwigshafen, wertete die BASF-Entscheidung in einer Pressemitteilung als positives Signal: "Ich bin dankbar, dass das Unternehmen seine Pläne überdacht hat", hieß es. "Wir sind fürs Erste erleichtert, dass die BASF das Verfahren zum angekündigten Verkauf der unternehmenseigenen Wohnungen ausgesetzt hat. Vor allem im Interesse der Mieterinnen und Mieter braucht es nun Perspektiven und Stabilität nach Wochen und Monaten der Verunsicherung."
BASF-Wohnungsverkauf stieß auf Kritik
Ursprünglich handelte es sich um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer verkauft werden sollen, sowie 3.300 Wohnungen, die als Paket inklusive Gebäude an einen Kaufinteressenten gehen sollen. Nun teilte BASF mit, der Verkauf des Pakets werde bis auf weiteres ausgesetzt, der Verkauf der Eigentumswohnungen aber fortgesetzt. Bei Gewerkschaften und Landespolitik war der geplante Wohnungsverkauf auf Kritik gestoßen.