Sozialcharta angekündigt

Das sagen Mieter aus Ludwigshafen zum Verkauf tausender BASF-Wohnungen

Die BASF will 4.400 Wohnungen verkaufen und hat für die Mieter eine Sozialcharta angekündigt. Wir haben Mieter aus Ludwigshafen zu den Plänen befragt.

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Von Autor/in Sebastian Barth, Pascal Lasserre

Auf den ersten Blick macht die grün-beige Wohnanlage der BASF im Ludwigshafener Stadtteil Gartenstadt einen aufgeräumten Eindruck. Das Gras ist gemäht, die Büsche gestutzt. Doch bei genauerem Blick fällt auf: Die Wohnblöcke haben schon bessere Zeiten gesehen. An den Balkongeländern blättert die lachs-rosa Farbe ab. Auch der Putz bröckelt. Noch gehören die Wohnblöcke der "BASF Wohnen + Bauen". Doch die BASF-Tochter will sie bis Anfang 2027 verkaufen, als Teil von insgesamt 4.400 Wohneinheiten.

Bewohner kritisieren Pläne der BASF

Die BASF begründet den Verkauf mit der schwierigen Wirtschaftslage. Das Unternehmen wolle sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Mehr Chemieprodukte statt Wohnungen. Wir haben mit mehreren Bewohnern in der Gartenstadt gesprochen. Sie wissen von den Problemen, können den Verkauf ihrer Wohneinheiten trotzdem nicht nachvollziehen. "Die Blöcke zu verkaufen und sich so aus der Misere zu ziehen, das ist schon schlecht", sagt eine Mieterin.

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Bewohner: Wohnblöcke in der Gartenstadt müssen saniert werden

Auch die angekündigte Sanierung der Wohnblöcke werde wohl auf die Zeit nach dem Verkauf verschoben, befürchten einige. Eine Mieterin betont, dass die eigentlich dringend notwendig sei: "Wenn es regnet, zieht die Feuchtigkeit in die Fassade ein". Ursprünglich hätten in ihrem Wohnblock bereits 2025 die Fenster ausgetauscht und die Außenfassade neu isoliert werden sollen. Doch die Sanierung sei kurzfristig ausgesetzt worden.

Wohnblöcke in Ludwigshafen-Gartenstadt von "BASF Wohnen + Bauen". Die BASF-Tochter verkauft tausende Wohneinheiten.
Wohnblöcke in Ludwigshafen-Gartenstadt von "BASF Wohnen + Bauen". Die BASF-Tochter verkauft tausende Wohneinheiten.

Bewohner sehen Verkauf gelassen

Die Mieterinnen und Mieter in der Gartenstadt haben vom geplanten Verkauf aus den Medien erfahren. Eine offizielle Mitteilung bekamen sie bisher nicht. Die BASF kündigte allerdings an, die Betroffenen per Brief zu informieren. Die meisten nehmen den anstehenden Verkauf gelassen. Ein Käufer müsse schließlich die Mieter und deren Verträge mit übernehmen, sagt eine Mieterin.

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Alle Mietverhältnisse bleiben erhalten, das betonte auch die BASF. Für die Mieter solle es außerdem eine Sozialcharta geben. Die sei schon für 1.100 Eigentumswohnungen verankert. Sie solle auch für insgesamt 3.300 Wohneinheiten in den größeren Wohnblöcken wie in der Gartenstadt gelten. Die BASF wolle verantwortungsvolle neue Vermieter suchen.

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