Es ist eines der größten Windkraft-Projekte im Südwesten: der geplante Windpark Dirmstein (Kreis Bad Dürkheim) mit 17 großen, modernen Anlagen, jeweils 267 Meter hoch. Die Genehmigungsbehörde SGD Süd in Neustadt an der Weinstraße hatte das Projekt der BayWa aus München im Frühjahr bewilligt.
SGD Süd genehmigt Windpark Dirmstein Windpark Dirmstein bewilligt: 17 Windräder dürfen gebaut werden
Ein umstrittener Windpark bei Dirmstein (Kreis Bad Dürkheim) mit 17 Windrädern darf gebaut werden. Die Genehmigungs-Behörde SGD Süd in Neustadt hat das Projekt bewilligt.
Es war eine gute Nachricht für die BayWa-Projektentwickler: "Wir freuen uns sehr über die erteilte Genehmigung, da sie einen zentralen Meilenstein für die Realisierung des Windparks darstellt", teilten sie damals dem SWR auf Anfrage mit. Geplant sei der Baustart bei Dirmstein für 2027.
Kritik an Anzahl und Größe der Windräder
13 Bürger aus Dirmstein, Obersülzen und Offstein haben jedoch in den vergangenen Wochen Widerspruch eingelegt gegen die Baugenehmigung der SGD Süd. Gleichzeitig reichten sie einen Antrag am Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz ein, mit dem Ziel, dass während des laufenden Widerspruchs-Verfahrens die Bauarbeiten für den Windpark nicht beginnen dürfen. Viele der 13 Antragsteller sind Mitglieder der Bürgerinitiative "Nein zum Windpark Dirmstein".
Auf ihrer Internetseite beklagen sie aktuell, immer mehr "Windradgiganten" würden in Zukunft ihre Heimat "zustellen". Das ganze Gebiet zwischen Dirmstein und Offstein werde zu einem "Industriepark" verkommen. Neben einem bestehenden Windpark bei Heuchelheim mit 14 Anlagen würden in Dirmstein dann noch 17 weitere dazukommen.
OVG Koblenz lehnt Eilantrag ab
Die Windkraft-Gegner hofften jedoch vergeblich, den Baustart mit dem Eilantrag am OVG Koblenz verhindern zu können. Das OVG Koblenz hat nach Angaben eines Sprechers den Antrag nun abgelehnt. Die Begründung: den Bürgern fehle die Erlaubnis für den Antrag, dieser sei nur bei einer möglichen Verletzung der eigenen Rechte zulässig. Das sei jedoch hier nicht der Fall. Der Gerichtssprecher sagte, die 13 Bürger aus Dirmstein, Obersülzen und Offstein könnten jedoch trotzdem noch klagen.