Ab 11 Uhr war es heute in ganz Deutschland laut. Sirenen und Handys gaben Warntöne ab. Im Kreis Bad Kreuznach waren zum ersten Mal die neuen digitalen Hochleistungssirenen im Einsatz.
Sie seien deutlich lauter und hätten Akkus, damit sie auch bei einem Stromausfall funktionieren, so die Kreisverwaltung. Zudem hätten sie Lautsprecher, damit Polizei und Feuerwehr der Bevölkerung direkte Anweisungen geben können.
Sirenen gaben falsches Signal
"Die neue Hochleistungssirenen waren heute Punkt 11 Uhr zu hören - allerdings mit dem falschen Signal", so der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Bad Kreuznach, Alexander Roßkopf.
Eigentlich hätte der Ton "Warnung der Bevölkerung" zu hören sein müssen. Es ist ein einminütiger auf- und abschwellender Ton. Er warnt die Bevölkerung vor akuten Gefahren wie Unwetter oder Großbränden.
Statt dessen ertönte der Warnton für eine Brandalarmierung, so Alexander Roßkopf. Der Alarm für die Feuerwehr bestehe aus drei kurzen Dauertönen und betreffe nur die Einsatzkräfte.
Die Entwarnung mit dem einminütigen Dauerton um 11.45 Uhr habe aber dann einwandfrei geklappt, erklärt der Brand- und Katastrophenschutzinspektor Roßkopf.
Panne im Katastrophenfall kein Problem
Diese Panne sei aber nicht schlimm, beruhigt Roßkopf. "Für den Probealalarm wurde der Ablauf am Computer programmiert. Im Ernstfall würden wir aber die Sirenen per Hand auslösen", sagt Alexander Roßkopf.
Im Ernstfall würde diese Panne gar nicht passieren - deshalb ist das nicht schlimm.
Fehler auch in Kreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen
Auch in den Kreisen Alzey Worms und Mainz-Bingen gab es eine solche Panne. Dort gab es bei der Entwarnung um 11.45 Uhr ein falsches Signal. Es ertönte noch einmal der Warnton.
Auch hier war der Computer Schuld. Es sei unwahrscheinlich, dass so etwas im Ernstfall passiere, teilt das rheinland-pfälzische Innenministerium mit. Denn im tatsächlichen Notfall würden die Sirenen manuell ausgelöst.
Kreis Bad Kreuznach beobachtet Reaktion der Bevölkerung
Das Medienteam des Kreises Bad Kreuznach hat auf allen Social Mediakanälen die Reaktion der Bürgerinnen und Bürger gesammelt und will sie anschließend bewerten.
Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Roßkopf zieht heute eine positive Bilanz des Probelaufs: Die neuen Sirenen seien zu hören gewesen. Gut 90 Prozent der Bevölkerung habe man erreichen können.
Meinung der Bürger erwünscht
Wer seine Erfahrungen mit dem Warntag dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mitteilen will, kann das über eine Umfrage machen.
Über die Online-Umfrage kann jeder teilnehmen. Die Antworten bleiben anonym. Die Ergebnisse gibt es im Frühjahr nächsten Jahres.
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